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Mannheim besser als der Gesamtmarkt

Der Zimmererlös (RevPar) der Kettenhotellerie in Mannheim wächst mit 5 Prozent um 2 Punkte mehr als im deutschen Durchschnitt. Zurzeit verfügt die nordbadische Großstadt über 3500 Hotelzimmer, weitere 1000 sind bis zum Jahr 2009 geplant

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/13 vom 22. März 2008

HEIDELBERG. Die Kettenhotels in der Region Mannheim-Heidelberg haben ihre Schwächephase offenbar überstanden. Ihr RevPar (Erlös pro Zimmer) legte im Januar 2008 in Mannheim im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund 5 Prozent auf 42 Euro zu. Damit wuchs der Erlös um 2 Punkte mehr als auf dem Gesamtmarkt Deutschland. Obwohl der Januar die niedrigste Belegungsrate des Jahres aufwies (52,4 Prozent), erreichten die durchschnittlichen Zimmerpreise mit einem Plus von 3,9 Prozent die 80-Euro-Marke und näherten sich dem deutschen Jahresdurchschnitt.

Spitzenreiter bei der Preisentwicklung ist das obere Segment, das eine Zunahme von 5,7 Prozent verzeichnet. In den vergangenen zwölf Monaten sind die Preise Monat für Monat gestiegen, ausgenommen im Juni und Juli. Entsprechend legten sie kumuliert um 2,7 Prozent auf 80,4 Euro zu, im obersten Segment sogar um 4,1 Prozent auf 96,6 Euro. Die höchsten Preise und Preissteigerungen wurden im März, April und Oktober erzielt.

Allerdings machte die rückläufige Belegung die positive Preisentwicklung wieder zunichte. So blieb der kumulierte RevPar im Januar 2008 lediglich stabil und erreichte wie im Vorjahreszeitraum 53,70 Euro. Besonders stark sank die Auslastung im Mai 2007 mit -7,5 Prozentpunkten. Ein Grund dürfte die geringe Besucherzahl beim Mannheimer Maimarkt sein, zu dem 2007 nur 338.993 Gäste kamen. Im Vorjahr waren es noch 363.188.

Doch insgesamt herrscht Zulauf in Mannheim, unter anderem durch das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg, das nach der Berliner Berlinale das zweitgrößte Filmfestival in Deutschland ist. Dazu verfügt Mannheim über das m:con Congress Center Rosengarten und seit Ende 2005 über die SAP Arena. Aber auch der nahe Odenwald und die Pfalz locken die Touristen an.

Nach Ansicht eines Hoteliers des höherwertigen Segments hängt die Entwicklung der Hotellerie aber vor allem von der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt ab. Mannheim besitzt den zweitgrößten europäischen Binnenhafen und ist mit 309.712 Einwohnern nach Stuttgart die zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs. Sie verfügt über gute Autobahnverbindungen, und der Flughafen Frankfurt ist in nur 30 Minuten erreichbar.

Mannheim bietet derzeit 3500 Hotelzimmer an. Weitere 1000 Zimmer sind bis 2009 geplant. Die Hotellerie kann aber davon ausgehen, dass die Zimmer durch Veranstaltungen wie die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie ausgelastet werden. red

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