Anzeige

AHGZ - Das Fachportal für Hotellerie und Gastronomie

Anzeige

Neue Marketingstrategien: Auch im Maritim am Kölner Rheinufer sollen wieder mehr Tagungen stattfinden Foto: Hotel

Märkte & Unternehmen

Maritim meldet Einbußen

Umsatz und Gewinn sind 2009 um knapp 10 Prozent gesunken / Neue Website und weitere Hotels sollen Aufwind geben

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/11 vom 6. März 2010
von  

BAD SALZUFLEN. Im Krisenjahr 2009 hat Maritim ein Umsatzminus von rund 10 Prozent hinnehmen müssen. Vor allem im Veranstaltungsbereich seien die Buchungen zurückgegangen, so der Konzern in einer Mitteilung an die Presse. Demnach betrug der Gesamtumsatz 415,8 Mio. Euro. Der Gewinn (GOP) beläuft sich nach eigenen Angaben auf 122,9 Mio. Euro. Das sind 12,7 Mio. Euro weniger als 2008. „Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind wir mit dem Ergebnis zufrieden“, so Geschäftsführer Gerd Prochaska.

Abwärtstrend in der Branche

Die durchschnittliche Belegungsrate der Maritim Hotels ist auf 53,1 Prozent gesunken. 2008 betrug die Auslastung 55,9 Prozent. Der durchschnittliche Zimmerpreis ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Prozent auf 77,42 Euro zurückgegangen. Der RevPar für 2009 lag bei 41,11 Euro, das sind 5,31 Euro unter dem des Vorjahres. Maritim erging es im Krisenjahr 2009 damit wie anderen Hotelgruppen auch. Der französische Konzern Accor etwa musste in Deutschland auch Rückgänge in Umsatz und Auslastung hinnehmen (AHGZ vom 27. Februar).

Um dem allgemeinen Abwärtstrend entgegenzuwirken, hat Maritim bereits 2009 seine Marketinganstrengungen verstärkt. Dazu gehört etwa der Relaunch des Internetauftritts. Auf der 2009 erneuerten Website stehen Broschüren und Newsletter zum Download bereit. Mithilfe der Pegasus-Buchungsmaschine sind außer Übernachtungen auch weitere Leistungen buchbar. Ein integrierter Budgetkalkulator soll es Firmen erleichtern, Veranstaltungen zu planen. Besonders wichtig ist Geschäftsführer Prochaska die neue Verknüpfung mit dem Hotelbewertungsportal Trip Advisor. Für unabhängige Hotelbewertungen muss der Gast die Maritim Website nun nicht mehr verlassen, sondern kann sich gezielt die Kommentare anderer Gäste über die einzelnen Maritim Hotels ansehen oder selbst eine Bewertung abgeben. „Wir wollen damit unter Beweis stellen, wie ernst wir Anmerkungen unserer Gäste nehmen“, so Prochaska.

Im Jahr 2009 hat Maritim zwei neue Häuser in das Portfolio aufgenommen: Das Maritim Jolie Ville Hotel Alexandria in Ägypten und das Maritim Hotel Esquinzo Beach auf Fuerteventura, Spanien. Damit betreibt die Gruppe nun 49 Hotels, darunter 36 in Deutschland, fünf in Ägypten, drei in der Türkei, zwei in Spanien sowie jeweils eins in Lettland, auf Malta und Mauritius.

Optimistisch für 2010

Auf das Jahr 2010 blickt Geschäftsführer Prochaska zuversichtlich, trotz schwieriger Wirtschaftsprognosen: „Durch gezielte Verkaufsmaßnahmen, besonders im Bereich der Neukundenakquise, erhoffen wir uns eine Belebung des Geschäfts.“ Dabei werde auch die Mehrwertsteuersenkung helfen. Die frei werdenden Mittel sollen in Mitarbeiterqualifikation, Arbeitsplatzsicherung und Renovierungen investiert werden. Raphaela Kwidzinski

Kommentieren Drucken
Auch interessant

Mark wird zu Grand City

Mit elf weiteren Hotels der Eigenmarke Grand City Hotels erweitert die Hotel-Management-Gesellschaft Grand City Hotels (GCH) seit 1. März 2010 ihre Präsenz. mehr...

Weitere Artikel aus Märkte und Unternehmen vom 13.03.2010 :

Märkte & Unternehmen: Mark wird zu Grand City (13.03.2010)
Märkte & Unternehmen: Ameropa für Gourmets (13.03.2010)
Märkte & Unternehmen: Maritim Hotel Gesellschaft mbH (13.03.2010)
Märkte & Unternehmen: Kurz notiert (13.03.2010)
AHGZ-Barometer

: Berlin schneidet gut ab (13.03.2010)
Märkte & Unternehmen: Mitarbeiter besser einsetzen (13.03.2010)
Märkte & Unternehmen: Vega will Marke werden (13.03.2010)
Märkte & Unternehmen: Kurz notiert (13.03.2010)
Märkte & Unternehmen: Die Gewinner 2009 (13.03.2010)
Konzepte: Land Art Hotel Wartenberger Mühle in Wartenberg: Von der Idee zum Erfolgsrezept (13.03.2010)

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel