Zulieferer
Mineralbrunnen AG macht Verlust
von Bernhard Eck
STUTTGART. Die deutschen Mineralbrunnen haben es seit Jahren schwer. Die Billigwässer der Discounter machen weiter Druck, und die Wirtschaftskrise tut ihr Übriges. Diese Entwicklung bekommt auch die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG zu spüren.
Während die AG mit Sitz im schwäbischen Bad Überkingen 2007 noch einen Jahresgewinn von 3,6 Mio. Euro vorlegen konnte, weist der Geschäftsbericht 2008 einen Verlust von 20,0 Mio. Euro aus. Im Gesamtkonzern, zu dem auch zwei Hotels in Bad Überkingen und Bad Teinach gehören, beläuft sich das Minus auf 18,6 Mio. Euro.
"Die Krise ist längst in der Region angekommen", umriss Vorstandssprecher Heinz Breuer bei der Bilanzpressekonferenz im Hotel Steigenberger Graf Zeppelin in Stuttgart die Lage im Verband Deutscher Mineralbrunnen. Die aktuellen Jahresdaten der 211 Betriebe sprechen von einem Umsatzrückgang von 3,9 Prozent gegenüber 2007. Wobei die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG mit regionalen Wassermarken wie Teinacher oder Hirschquelle und der nationalen Marke Staatlich Fachingen am Markt ist.
Noch schwächer wäre die Bilanz ohne das Gastronomie-Geschäft ausgefallen. Hier ist der Umsatz gegenüber 2007 um 6,6 Prozent gestiegen. Die Gastronomie trägt knapp 20 Prozent zum Gesamtgeschäft bei. Vor allem Staatlich Fachingen Medium habe sich im Restaurant-Geschäft gut entwickelt, so Heinz Breuer. "In der Szenegastronomie hat sich Afri-Cola gut etabliert", so der Vorstandssprecher. Mit Wachstumspotenzial: "Allein im vergangenen Jahr konnten 100 neue Lokale als Kunden akquiriert werden", ergänzte Vorstandsmitglied Maik Schumacher.

