Ausland
Mövenpick verlässt Börse
ZÜRICH. Die Carlton-Holding AG als Mehrheitseigner will Mövenpick vollständig übernehmen. Das im schweizerischen Allschwil ansässige Unternehmen, das zu 100 Prozent der deutschen Unternehmerfamilie Finck gehört, hält 87,52 Prozent des Mövenpick-Kapitals. Es hat jetzt den restlichen Aktionären ein Kaufangebot über die restlichen 12,5 Prozent unterbreitet. Demnach bietet Carlton 400 Schweizer Franken je Inhaberaktie und 94 Franken pro Namensaktie.
„Mövenpick begrüßt das Vorhaben, da der geringe Free Float den Handel der Mövenpick-Aktien stark einschränkt“, heißt es dazu aus der Zentrale in Adliswil. Die hohen Kosten einer Börsennotierung seien deshalb nicht mehr gerechtfertigt. Daher soll Mövenpick nach dem Aktiendeal von der Börse genommen werden.
Der geplante Rückzieher kommt Insidern zufolge nicht unerwartet. Die Familie Finck hat ihren Aktienanteil stetig vergrößert und vor einigen Jahren ihren Immobilienbesitz aus dem Unternehmen herausgezogen. Außerdem war Mövenpick jahrelang eine Enttäuschung an der Börse. Die Gruppe fuhr in den vergangenen Jahren nur magere Ergebnisse ein. Das erste Halbjahr 2006 schloss erstmals seit Jahren mit einem kleinen Gewinn. Daher hofft Mövenpick, im gesamten Jahr das Ergebnis des Vorjahres (6,1 Mio. CHF) übertreffen zu können. rr
