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Typisch Motel One: Dieter Müller im türkisfarbenen Designersessel vor dem TV-Kamin in einem seiner Hotels (Foto: Christine Strub)

Hotellerie

Motel One auf Wachstumskurs

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/11 vom 6. März 2010
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München. Eine positive Jahresbilanz für 2009 kann Motel-One-Chef Dieter Müller ziehen. Fünf neue Hotels der Marke mit dem türkisfarbenen Logo in Deutschland, ein Drittel mehr Umsatz als 2008 und eine durchschnittliche Belegung von 69 Prozent können sich sehen lassen.

Während klassische, alteingesessene Hotelunternehmen mit den Folgen der Wirtschaftskrise kämpfen, bietet Motel One offenbar das richtige Produkt zur rechten Zeit. Die an Standorten mit hohem Gästeaufkommen angesiedelten Häuser mit funktionaler, ansprechender Einrichtung zum günstigen Festpreis haben eine Marktlücke besetzt. Seit sowohl Einzelreisende als auch Geschäftskunden genau auf den Preis achten, liegt Budget im Trend – bei Reisenden und Hotelinvestoren.

Und obwohl Motel One in nur wenigen Jahren auf 26 Hotels gewachsen ist, sieht Dieter Müller noch Potenzial – in Deutschland und im europäischen Ausland. „Accor hat schließlich mehrere Hundert Hotels in Deutschland. Auch wenn diese verschiedene Marken und Kategorien umfassen, verdeutlicht das die Dimensionen“, unterstreicht Müller, dass der Markt für Motel One noch lange nicht dicht sei. In den nächsten zwei Jahren sind elf Hotelprojekte bereits fest geplant, davon auch zwei in Österreich (AHGZ vom 20. Februar). Mit Wien und Salzburg besetzt Müller dann zwei Wunschstandorte.

In Berlin, Hamburg und München verteilen sich inzwischen schon mehrere Häuser über die jeweilige Stadt, der Zimmerpreis (49, 59 oder 69 Euro) des einzelnen Hotels wird laut Müller nach der Attraktivität des Standorts festgelegt. Ob sich dabei ein Zusammenhang zeige zwischen der Auslastung eines Hauses und dem Zimmerpreis? „Nein. Allenfalls kann man sagen, dass Hotels in weniger zentralen Lagen sich etwas schwerer tun als die anderen.“

Im Wettbewerb steht Motel One außer mit den Accor-Marken Ibis und Etap etwa mit Holiday Inn Express oder der ebenfalls in Deutschland sehr schnell wachsenden Kette B&B (AHGZ vom 27. Februar). Bei den Vertriebswegen steht für Motel One das Internet oben: 35 Prozent der Buchungen wurden im vergangenen Jahr online getätigt. Der Anteil der eigenen Homepage liegt bei 17 Prozent.

Prognosen zu Umsatz oder Auslastung für das laufende Jahr will der Motel-One-Chef nicht abgeben. Erleichtert ist er, dass seine Kette im Zuge der Mehrwertsteueränderung keine Einbußen beim Frühstück verzeichnet hat – entgegen Müllers ursprünglichen Befürchtungen. Trotzdem begrüßt er die neue Regelung des Finanzministeriums sehr: „Das schafft eine klare Grundlage für Firmen und Hoteliers.“ Entsprechende Pakete hat er bereits geschnürt.

www.motel-one.com

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