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Ein Umsatzbringer in Deutschland: Das NH-Hotel Frankfurt City Foto: Hotel

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NH Hoteles legen kräftig zu

Hohe Steigerungsraten bei den wichtigsten Kennzahlen im ersten Halbjahr 2006 / Die 54 Häuser in Deutschland erzielen erstmals positiven Betriebsgewinn

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/31 vom 5. August 2006
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MADRID Die NH Hoteles haben ihren Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2006 fortgesetzt. So konnte die spanische Hotelgruppe die Gesamterlöse in den ersten sechs Monaten 2006 um 13,1 Prozent auf 497,11 Mio. Euro steigern. Ein Plus von 39,4 Prozent erzielte die Gruppe gegenüber dem Vorjahreszeitraum beim Nettogewinn. Beim Betriebsgewinn (Ebitda) legten die Spanier um 27,6 Prozent auf 80,2 Mio. Euro zu.

Die Kennzahlen Erlöse, RevPar und Ebitda erfuhren in allen Geschäftsbereichen von NH Hoteles einen deutlichen Anstieg, heißt es aus der Madrider NH-Zentrale. Der RevPar (Preis pro verfügbarem Zimmer) konnte im ersten Halbjahr 2006 um 12,35 Prozent gesteigert werden. Auch die durchschnittliche Belegung stieg um 3,78 Prozent auf 67 Prozent. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2005 stieg die durchschnittliche Zimmerrate um 8,26 Prozent auf 79,20 Euro.

Investitionen liegen 2006

bei zirka 12 Millionen Euro

Gut verlief die Entwicklung im Geschäftsbereich Deutschland. Hier konnte die spanische Gruppe erstmals einen positiven Betriebsgewinn in Höhe von 2,81 Mio. Euro verbuchen. Gründe für die positive Zwischenbilanz sieht Hein Jan Simons, der kürzlich bei NH Hoteles Deutschland die Nachfolge von Erik van Kessel als Business Unit Director antrat, in der guten wirtschaftlichen Entwicklung sowie in der WM. „Wir nehmen das Schicksal aber auch in unsere eigenen Hände“, sagte Simons gegenüber der AHGZ. Der Geschäftsführer spielte dabei auf die Investitionen in den deutschen NH Hotels an. Zirka 12 Mio. Euro fließen 2006 in Hard- und Software der Häuser. Über diese Qualitätssteigerung, hofft Simons, könne auch das gestiegene Preisniveau gehalten werden. NH wird zum 1. September ein weiteres Hotel in Berlin übernehmen Mit den Hotels in Potsdam und Treptow wird NH dann im Großraum Berlin acht Häuser betreiben. In Deutschland beliefen sich die Erlöse auf 102,32 Mio. Euro. Das bedeutet ein Plus von 12,5 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2005. Im Top-Ranking 2005 der 50 umsatzstärksten Hotelgesellschaften in Deutschland (AHGZ/Der Hotelier vom 22. Juli) lagen die 54 deutschen NH Hoteles mit einem Nettoumsatz von 187 Mio. Euro auf Rang elf – einen Platz hinter Inter-Continental (195,3 Mio. Euro) und einen Rang vor Kempinski (158,8 Mio. Euro). Der RevPar konnte bei NH Deutschland um 15,97 Prozent gesteigert werden. Diese Zunahme sei hauptsächlich der Steigerung der durchschnittlichen Zimmerrate um 13 Prozent auf 65,90 Euro zu verdanken, sagte Simons.

Insbesondere die Märkte Berlin, Frankfurt und München haben sich in den ersten sechs Monaten 2006 überdurchschnittlich entwickelt: So konnte beispielsweise die durchschnittliche Belegung in Frankfurt um 5,34 Prozent auf 69,54 Prozent gesteigert werden. In Berlin stieg die durchschnittliche Zimmerrate um 11,61 Prozent auf 65,43 Euro, in Frankfurt erhöhte sich diese Kennzahl um 7,92 Prozent auf 74,19 Euro. Spitzenreiter ist hier allerdings München mit einem Plus von 18,59 Prozent auf 72,13 Euro.

Diese Zahlen bestätigen den positiven Trend auf dem deutschen Hotelmarkt. So kam der Hotelverband Deutschland (IHA) in seiner Halbjahresbilanz (Seite 1) bei der Belegung auf ein Plus von 2,8 Prozent, bei der durchschnittlichen Zimmerrate auf eine Zunahme von 9,1 Prozent.

Zum Vergleich: Accor, die umsatzstärkste Hotelgesellschaft in Deutschland, erzielte im ersten Halbjahr 2006 (AHGZ vom 28. Juli) in ihren deutschen Hotels der mittleren und gehobenen Hotellerie eine durchschnittlichen Zimmerrate von 79 Euro (+ 8,6 Prozent). Im Budget-Bereich lag die Zimmerrate bei 55 Euro (+ 7,1 Prozent). Nicht so hoch lagen bei Accor die Zuwachsraten bei der Belegung. Im mittleren und gehobenen Bereich: 63,8 Prozent (+ 5,0 Prozent), im Budget-Bereich: 69,3 Prozent (+1,1 Prozent).

Positive Entwicklung auch

im Heimatland Spanien

Auch im Heimatland Spanien entwickelte sich NH positiv: Die Erlöse konnten um 6,6 Prozent gesteigert werden und der Ebitda um 16,2 Prozent. Der RevPar verzeichnete ein Plus von 8,9 Prozent und die durchschnittliche Zimmerrate konnte um 5,65 Prozent gesteigert werden. Der Geschäftsbereich Benelux verzeichnete ein Plus von 12,6 Prozent beim Erlös sowie eine Steigerung des RevPar um 13 Prozent. Die Umsätze des Geschäftsbereichs Schweiz, Österreich, Ungarn und Rumänien konnten um 12 Prozent gesteigert werden. Dabei verbesserte sich der Ebitda um 29,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der RevPar in diesen Ländern verzeichnete ein Plus von 10,5 Prozent.

In Italien stiegen die Erlöse um 13,4 Prozent und der Ebitda um 39,4 Prozent. Der RevPar verbesserte sich um 17,23 Prozent – ausgelöst durch einen Anstieg der durchschnittlichen Zimmerrate in Höhe von 12,75 Prozent auf 91,32 Euro. Auch der Geschäftsbereich Lateinamerika hat die ersten sechs Monate 2006 positiv abgeschlossen: So konnten die Erlöse um 23 Prozent gesteigert werden. Auch der Ebitda vergleichbarer Hotels stieg um 27,2 Prozent. Aufgrund der Steigerung der durchschnittlichen Zimmerrate um 19,3 Prozent verzeichnete auch der RevPar ein Plus von 25,5 Prozent.

Der konsolidierte Nettogewinn – einschließlich des Immobiliengebiets Sotogrande – von NH beläuft sich im ersten Halbjahr 2006 auf 21,15 Mio. Euro. Dies sind 22 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2005. Der Gesamtumsatz der Hotelgruppe belief sich auf 508,40 Mio. Euro und stellt ein Plus von 10,8 Prozent dar. Der Ebitda konnte um 18,4 Prozent auf 83,60 Mio. Euro gesteigert werden.

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