Konzepte: Bederhof in Zürich
Quartierbeiz vom Feinsten
von Sylvia Herr
ZÜRICH. Restaurants wie den Bederhof im Zürcher Stadtteil Enge findet man auch in der Großstadt nur noch selten. Das Gastronomen-Duo Erik Hämmerli und Thomas Trautweiler hat diese nostalgische Quartierbeiz auf Vordermann gebracht und angereichert mit traditioneller Schweizer Küche in die „Neuzeit“ gerettet.
Der Schriftzug auf den Fensterscheiben signalisiert: Im Bederhof wird die kulturelle Identität der „Schwyzer Chuchi“ zelebriert. Caramel Köpfli, Ghackets mit Hörnli, Markbein, Mistkratzerli, Siedfleisch und Apfeltarte steht dort geschrieben. Erik Hämmerli, gelernter Koch, und Thomas Trautweiler, gelernter Restaurantfachmann, haben es sich denn auch zur Aufgabe gemacht, ihren Gästen gutbürgerliche Gerichte mit eidgenössischem Stil zu servieren. Hier gibt es den längst in Vergessenheit geratenen Sonntagsbraten und den silbernen Lunchwagen. Dazu brauchten sie natürlich die passende Location.
Zielgruppe erkundet
„Als der Bederhof zur Disposition stand, habe ich mich aufs Fahrrad gesetzt und bin ein wenig rumgefahren“, erinnert sich Hämmerli. Er habe nicht nur das Quartier erkunden, sondern auch die Menschen, die dort leben, kennen lernen wollen.
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Eine schöne Location und eine gute Idee reichte nun einmal nicht aus, um ein Konzept auch unternehmerisch umsetzen zu können, so Hämmerli. „Was nutzt ein tolles Lokal, wenn keiner kommt, weil die Zielgruppe fehlt“, resümiert sein Partner Thomas Trautweiler. Ein Konzept müsse immer auf das Quartier abgestimmt sein. Das stimmige Konzept, das beide gemeinsam entwickelt haben, überzeugte auch die Vermieter: Der Pachtvertrag ist auf mehr als 20 Jahre festgeschrieben.




