Tourismus
Radweg führt durch fünf Bundesländer
von Hans-Dieter Schaaf
POTSDAM. Zwei Tage lang haben Experten auf Einladung des Deutschen Tourismusverbandes auf einer Tagung in Werder (Havel) über Qualitätsstandards und die Vermarktung des Radfernweges "D-Route 3" beraten. Das ist ein Pilotprojekt von Bund und Ländern und soll dazu beitragen, Deutschland als Fahrrad-Destination Nr. 1 zu stärken.
Die Route verläuft quer durch Deutschland von der niederländischen bis zur polnischen Grenze. Sie führt durch die fünf Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg und ist rund 915 Kilometer lang. 310 Kilometer verlaufen durch Brandenburg und Berlin.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass das Land in den vergangenen Jahren einiges unternommen hat, um regionale Initiativen zum Bau von Radwegen zu koordinieren. "Die Anstrengungen haben sich gelohnt, von den 17 bundesweit zertifizierten Radwegen befinden sich neun in Brandenburg", hob der Minister hervor.
Umfragen unter 35.000 Radtouristen zufolge generiert der Fahrradtourismus pro Jahr etwa einen Umsatz von 780 Mio. Euro in Hotels, Restaurants und Pensionen. Das zeige, dass sich der Einsatz der Fördermittel von insgesamt 245 Mio. Euro für den Ausbau der Radwege aus dem Wirtschaftsministerium gelohnt habe, betonte Minister Christoffers.


