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Hartges Foto: Archiv

Aktuell

Rauchverbot verhindern

Eindringlicher Appell an die Branche / Neues Online-Portal

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/18 vom 6. Mai 2006

BERLIN Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, hat erneut deutlich gemacht, dass nur bei einer erfolgreichen Umsetzung der Zielvereinbarung ein allgemeines gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie verhindert werden kann. Dass die Branche Nichtraucher-Bereichen grundsätzlich positiv gegenübersteht, belegt die aktuelle Branchen-Umfrage AHGZ-Monitor. Demnach haben nur 6 Prozent der Befragten durch die Schaffung einer Nichtraucherzone Gäste verloren. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer haben sogar neue Gästegruppen hinzu gewonnen (Seite 5).

Die DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges ruft deshalb Deutschlands Gastronomen auf, sich zu beteiligen und qualmfreie Zonen anzubieten: „Wir appellieren nochmals eindringlich an alle Betriebe mitzumachen und einen Nichtraucherbereich einzurichten. Fast alle Betriebe, die bislang mitmachen, haben positive Erfahrungen mit den eingerichteten Nichtraucherplätzen gemacht. Die Zielvereinbarung bietet die Chance, Gastfreundschaft gegenüber rauchenden wie nicht rauchenden Gästen zu praktizieren. Ebenso garantiert sie größtmögliche unternehmerische Entscheidungsfreiheit – und um die geht es, wenn der DEHOGA sich gegen ein gesetzliches Rauchverbot positioniert. Mit der erfolgreichen Umsetzung der Zielvereinbarung können Hotellerie und Gastronomie eindrucksvoll demonstrieren, dass es in diesem Land auch einmal ohne Gesetze, Verbote und Bußgelder geht. Bis zum 1. März 2007 müssen 60 Prozent aller Restaurants mit mehr als 40 Sitzplätzen 40 Prozent Nichtraucherplätze vorhalten. Die Drogenbeauftragte hat bereits heute angekündigt, dass sie den Umsetzungsstand von einer neutralen Stelle überprüfen lassen wird.“

Um Betrieben, die Nichtraucherbereiche eingerichtet haben auch im Internet eine Plattform zu geben, wird der DEHOGA Bundesverband am 15. Mai mit einem attraktiven Online-Nichtraucherführer an den Start gehen. Der Verband ruft deshalb alle gastronomischen Betriebe auf, die bereits mindestens 30 Prozent ihrer Plätze als Nichtraucherzone ausgewiesen haben, sich schon vor dem Start des Portals einzutragen. Die Aufnahme in den Online-Nichtraucherführer ist kostenlos.

www.nichtraucherfuehrer.de

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