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Relais & Châteaux-Präsentation in München:  (von links) Deutschland- Delegierter Florian Zumkeller, Vorstandsmitglied Silvia Buchholz-Lafer, Michael Fell, Villa am See Tegernsee, und Präsident Jaume Tàpies Foto: Karin Gabler

Hotellerie

Relais & Châteaux zieht es in die Städte

19. Januar 2010
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MÜNCHEN. Der Verwaltungsrat von Relais & Châteaux hat nach der Wiederwahl von Präsident Jaume Tàpies jetzt seine Ziele und Visionen für die nächsten vier Jahre bekannt gegeben. Eine Priorität liegt dabei auf der Expansion in den wichtigen Städten der Welt: „Wir haben bisher keine Präsenz in den Großstädten", so Tàpies anlässlich der Vorstellung des Guides 2010 in München. Das soll sich bis 2014 mit rund 50 kleinen, individuellen Häusern ändern. Der erste Schritt dazu war die Aufnahme des The Connaught in London.

Insgesamt hat die Vereinigung 481 Mitglieder in 58 Ländern. Es gibt 31 Neuaufnahmen und mit Taiwan, Macao und Ungarn auch drei neue Destinationen. Mit Blick auf die geplante Expansion hat Tàpies weitere  Destinationen im Visier. "Zwar bewerben sich pro Jahr 80 bis 100 Häuser von sich aus, dadurch lassen sich ferne Destinationen aber kaum erschliessen", so der Präsident. „Asien zum Beispiel haben wir nur durch Eigeninitiative entdeckt",  betonte der gebürtige Andorraner, der in Kürze die Vereinigung in Neu Delhi präsentieren will.

Im Katalog 2010 ist Deutschland mit nur zwei neuen Mitgliedern vertreten - dem Hotel Seesteg auf Norderney und der Villa am See in Tegernsee von Michael Fell. Der Villa-Chef begleitete die Präsentation des Guides kulinarisch: „Für mich war es sehr wichtig, in diese Vereinigung aufgenommen zu werden", sagte Fell, „auch weil die Gastronomie bei Relais & Châteaux einen hohen Stellenwert erfährt." Was durch eine Maßnahme unterstrichen wird, die in Kürze klare Formen annehmen soll. Wie Tàpies erläuterte, wollen die 1954 gegründeten Vereinigungen Relais & Châteaux und Traditions & Qualité eine Allianz bilden: „60 Prozent der Spitzenköche sind in beiden Vereinigungen vertreten", so der Präsident. „Wenn uns eine Verbindung gelingt, würden etwa 500 Michelin-Sterne zusammenkommen."

An Bedeutung hat bei  Relais & Châteaux die Stammgastpflege und die Unterstützung der Mitglieder gewonnen. Mit besonderem Fokus auf Deutschland: „Der Verkauf in Deutschland hat 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 42 Prozent zugelegt, dabei gab es 2 Prozent Plus bei den deutschen Mitgliedern." Für eine bessere Kundenbindung wird es künftig einen Relais & Châteaux-Pass geben, zudem sollen Joint Ventures etwa mit Tour Operators das Geschäft der Hotels mit Hilfe kompletter Reiseangebote forcieren. Als weiterer strategischer Schwerpunkt gilt die interne Qualitätskontrolle sowie Fortbildungs- und Austauschprogramme für Mitarbeiter. Und um die Schlagkraft zu erhöhen, will man schließlich weg von der internationalen hin zur globalen Organisation, so dass jedes Land selbstständig entscheiden kann. Silvia Buchholz-Lafer vertritt die Interessen Deutschlands jetzt im Verwaltungsrat, neue Deutschland-Direktorin mit Sitz in Berlin ist Anja Ullrich, als Delegierter für Deutschland wurde Florian Zumkeller, Schwarzwald-Hotel Adler, ernannt.

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