Zulieferer
Rosenthal-Verkauf in kritischer Phase
von Bernhard Eck
SELB. Die Verhandlungen über den Verkauf der Rosenthal AG haben eine entscheidende Phase erreicht. Wie der Insolvenzverwalter Böhm, Schultze & Braun mitteilt, haben in den Verkaufsgesprächen mit der italienischen Firma Sambonet die abschließenden Bankengespräche begonnen.
Diese ziehen sich allerdings länger hin, als von den Beteiligten in Aussicht gestellt. Böhm drängt nun auf eine Entscheidung und hat deshalb auch die weiteren Kaufinteressenten aufgefordert, verbindliche Angebote abzugeben. Derzeit gebe es neben Sambonet drei weitere ernsthafte Interessenten. Darunter seien sowohl strategische Investoren als auch branchennahe Finanzinvestoren. Diese sollen bis zum 8. Juni 2009 ein verbindliches Angebot abgeben. Zu diesem Datum will der Rosenthal-Hauptgläubiger Bank of America sein weiteres Verhalten im Insolvenzverfahren festlegen.
Böhm weist darauf hin, dass das Risiko besteht, dass die Bank of America die Fortführung nicht weiter begleitet und Liquidität von Rosenthal abzieht. Ein Verkauf der Rosenthal-Rechte drohe aber keineswegs. Selbst wenn sich für Rosenthal kurzfristig kein Käufer finden sollte, will der Insolvenzverwalter an seinem Ziel festhalten, Rosenthal fortzuführen. Böhm: „Die Restrukturierung des operativen Geschäftes bei Rosenthal ist bereits weit fortgeschritten, Rosenthal ist ohne Zweifel fortführungsfähig.“


