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Muss sich nicht verstecken: Das Jahresergebnis von Rotkäppchen-Mumm Foto: Unternehmen

Zulieferer

Rotkäppchen-Mumm: Stark mit Innovationen

6. April 2010
von Petra Mewes

LEIPZIG. „Deutschlands Haus aus Sekt, Spirituosen und Wein“, nennt Gunter Heise, geschäftsführender Gesellschafter der Rotkäppchen Sektkellereien, selbstbewusst das Unternehmen mit Sitz an Freyburg/Unstrut. Wie zur Bilanzpressekonferenz in Leipzig verkündet, konnten trotz einer schwierigen Marktlage im Jahr 2009 211,9 Mio. Flaschen verkauft und ein Umsatz von 778 Mio. Euro realisiert werden. Das entspricht einem Zuwachs von 13,1 Prozent. Heise präsentierte vor allem erfolgreiche Ergebnisse der Säulen Sekt und Wein. Im Spirituosenbereich trat ein durch Preissteigerungen erwartetes Absatzminus von 11,2 Prozent gegenüber 2008 ein. Allerdings, so Heise, stehen in diesem Marktsegment braune und klare Spirituosen generell unter Druck, außer bei Vodka. Das Plus am Gesamtergebnis brachten 2009 also 157,1 Mio. verkaufte Flaschen Sekt (12,7 Prozent mehr als im Vorjahr) und 8,7 Mio. Flaschen Wein (15,7 Prozent mehr als 2008).

Rotkäppchen ist Favorit
Die Anteile beim Sekt verteilen sich wie folgt: Die Marken Rotkäppchen liegen mit 104,1 Mio. Flaschen an erster Stelle, gefolgt von Mumm (15,1 Mio. Flaschen), Jules Mumm (11,9 Mio.), der Supérieure-Marke Geldermann (2,2 Mio.) und MM Extra (22,9 Mio). Bei den Spirituosen sind Weinbrand, Echter Nordhäuser Doppelkorn und Nordbrand Nordhausen mit 16,1, 10,4 bzw. 19,1 Mio. verkaufter Flaschen im Rennen. Die Markenweine schlagen mit 8,7 Mio. Flaschen zu Buche.

Wie Manfred Hilpert, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb/Logistik, ergänzt, gehen 10,1 Prozent vom Ganzen in der Gastronomie über die Tresen. Die erst im November 2009 übernommene Weinmarke Blanchet ist in de Jahresbilanz noch nicht eingerechnet.
Innovationen wie Rosé-Weine und –Sekt sowie alkoholfreier Schaumwein bezeichnet Heise als Wachstumsfaktor Nr. 1. Das Investitionsvolumen betrug 2009 12,58 Mio. Euro, ausgegeben in erster Linie für die Errichtung der Sekt- und Lagerhalle in Freyburg/Unstrut und für eine neue Kleinflaschenabfüllung in Eltville.

Investitionen stehen an

Der nationale Marktanteil von Rotkäppchen-Mumm im deutschen Sektmarkt stieg wiederum, im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent auf 46,5 Prozent. Fast jede zweite Flasche Sekt, die in Deutschland geköpft wird, kommt inzwischen aus dem Hause Rotkäppchen-Mumm.
Nicht ohne Stolz verweist Heise darauf, dass die 529 Mitarbeitern an allen Standorten tarifgebunden bezahlt werden und 2009 in den Genuss von Lohn- und Gehaltssteigerungen um durchschnittlich drei Prozent kamen. Im laufenden Jahr will man vor allem Investitionen in die Schlüsselmarken Chantré und Echter Nordhäuser fortsetzen und die Ausstattung für Geldermann überarbeiten. Das Marketingbudget liegt bei mehr als 30 Mio. Euro - mehr verrät Heise nicht. Gibt’s 2010 neue Kaufabsichten? Seine Antwort: „Da ist nichts in der Pipeline!“

www.rotkaeppchen-mumm.de

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