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Märkte & Unternehmen

Rußland lockt Investoren

Zimmerpreise in Moskau wiesen 2005 mit 34,5 Prozent europaweit die höchsten Steigerungsraten auf

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/42 vom 21. Oktober 2006

MÜNCHEN. Zwei Hotelmärkte mit Potenzial ziehen die Blicke auf sich. Das sind Russland mit seinen großen Städten Moskau und St. Petersburg sowie die Golfregion mit ihren Investitionsschwerpunkten Dubai, Abu Dhabi und Oman.

Vor allem Moskau ist für Hotelinvestoren interessant. Und das nicht nur, weil der Markt der 4- und 5-Sterne Hotels boomt. Auch die durchschnittlichen Zimmerpreise können sich sehen lassen. Sie wiesen nach einer Studie von Jones Lang LaSalle (Jll) Hotels 2005 mit 34,5 Prozent europaweit die höchsten Steigerungsraten auf. Und kletterten im ersten Halbjahr 2006 weiter: auf 290 Dollar. Damit rangiert Moskau unter den europäischen Städten auf Platz drei hinter London und Paris.

Der RevPar (Erlös pro verfügbarem Zimmer) lag in Moskau 2005 nach Angaben des Hotelverbands bei 136 Euro und steigerte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 30,4 Prozent. Zum Vergleich: 2005 erreichte der RevPar in Berlin 54 Euro, in Frankfurt 63 Euro. Die Renditen sind also hoch und entwickeln sich weiterhin gut. Daher werden Moskau und St. Petersberg auch künftig verstärkt Kapital anziehen. Das Wirtschaftswachstum Russlands wird mit 6,3 Prozent für das erste Halbjahr 2006 beziffert.

Die Zahl der ausländischen Touristen in Moskau wächst rasant. Nach Jll-Angaben kamen 2005 rund 3,5 Mio. Touristen aus dem Ausland in die russische Hautpstadt, rund 7 Prozent mehr als 2004. Die Tourismusbehörde geht von einem Wachstum auf 5 Mio. bis 2010 aus. Moskaus Zimmerangebot mit internationalem Standard ist mit rund 9500 Zimmern von insgesamt rund 35.000 ausbaufähig. Bis 2012 soll die Zahl dieser Zimmer laut Jll auf rund 14.500 wachsen.

Auch die Golfregion macht als Investitionsmarkt von sich reden. Hier besonders Abu Dhabi als Hauptstadt der Emirate und Dubai mit seiner rasanten Wirtschaftsentwicklung und seinen spektakulären Stadtentwicklungsplänen. Insgesamt verzeichneten die Arabischen Emirate laut Ministerium 2005 ein Wirtschaftswachstum von 26,4 Prozent. Auffällig die stark zunehmende Bedeutung des „Nicht-Öl-Sektors“. Auch Dubai lebt nicht mehr allein von der Ölindustrie, der Tourismus ist zweites wirtschaftliches Standbein. So lag in den ersten sechs Monaten 2006 die Zimmerauslastung bei durchschnittlich 89,9 Prozent.

Weitere Informationen beim „Hospitality Industry Dialogue“ auf der Fachmesse für gewerbliche Immobilien Expo Real. Er findet am Montag, 23. Oktober, von 10 bis 18 Uhr in München statt. red

www.exporeal.net

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