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Wahrzeichen: Die wieder aufgebaute Frauenkirche lockt viele Besucher nach Dresden

Tourismus

Sachsen blickt auf gutes Jahr zurück

2. März 2009

DRESDEN. Stabil trotz Krisenzeiten: Nach leichten Einbrüchen bei Gäste- und Übernachtungszahlen im Jahr 2007 befindet sich das Reiseland Sachsen 2008 wieder im Aufwärtstrend. Insbesondere die Regionen wissen ihre Stärken einzusetzen und punkten mit Zuwächsen von bis zu acht Prozent. Doch statt einfach abzuwarten, müsse man laut LTV-Präsident Andreas Lämmel MdB die aktuelle Wirtschaftskrise als Chance verstehen und handeln. Neben innovativen Angeboten - auch für das 4-bis 5-Sterne-Klientel - fordert er Schlüsselinvestitionen in den Reiseregionen, um frische Kaufkraft ins Land zu locken.

Am Urlaub wird zuletzt gespart. So hieß es bisher in der Reisebranche. In der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise steht diese Aussage nun aber vor ihrer größten Bewährungsprobe. Denn die aktuellen Prognosen der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen sehen zunächst wenig rosig aus:

Die Reiselust der Deutschen bleibt zwar ungebrochen, aber die Urlaube werden kürzer, die Urlaubsbudgets stetig knapper, die Reiseziele rücken immer näher. Fast zwei von fünf Urlaubern (38 Prozent) hielten sich im vergangenen Jahr in Deutschland auf und verzichteten auf eine Auslandsreise. Das Lager der "Unentschlossenen" ist zu Jahresbeginn 2009 zudem so hoch wie noch nie. Der Anteil der Bevölkerung, der noch nicht weiß, ob er 2009 verreist, beträgt immerhin 34,8 Prozent.

"Diese Trends stimmen nicht gerade optimistisch, sind aber längst kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken", beschwichtigt LTV-Präsident Andreas Lämmel MdB. Entscheidend sei nicht, wie schlimm die Krise ist, sondern dass Trends und Chancen richtig und rechtzeitig erkannt werden, so Lämmel MdB weiter.

In Krisenzeiten wird es stets Gewinner und Verlierer geben. Für Sachsen liegen die Karten dabei nicht schlecht: Im deutschlandweiten Ranking etablierte sich Sachsen als konstanter Mittelfeldspieler und verteidigte Rang 9.

Mit sechs Millionen Gästen und 15,7 Millionen Übernachtungen von Januar bis Dezember 2008 registrierte das Reiseland ein Plus von je 1,7 bzw. 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere die sächsischen Reiseregionen holten deutlich auf. Allen voran das Sächsische Burgenland- und Heideland mit einem Plus von 7,7 Prozent bei den Gästeankünften und 5,8 Prozent bei den Übernachtungen, dicht gefolgt von der Sächsischen Schweiz mit 6,9 Prozent mehr Gästen und 3,3 Prozent mehr Übernachtungen sowie der Region Oberlausitz/ Niederschlesien mit einem Plus von je 6,2 Prozent und 3,8 Prozent.

Die Mittelgebirgsregionen Erzgebirge und Vogtland konnten hingegen den fehlenden Winter Anfang 2008 nur bedingt aufholen. Mit attraktiven Wanderangeboten im Sommer sowie einem weißen Dezember beendete das Erzgebirge das Jahr 2008 jedoch noch mit versöhnlichen 1,1 bzw. 1,2 Prozent Zuwachs bei Gästen und Übernachtungen.

Ein anderes Bild zeigt sich in den sächsischen Großstädten: Nach dem Boom der letzten Jahre stagniert hier die touristische Nachfrage. Nach wie vor begrüßte Dresden mit 1,5 Millionen Besuchern die meisten Gäste. Leipzig knackte erstmalig die 1-Millionen-Marke. Und Chemnitz lockte 210.000 Städtebegeisterte an. Doch statt zweistelliger Zuwachsraten wie im Boomjahr 2006 liegt der Besucheranstieg in den Städten zwischen 1,2 Prozent in Leipzig und bis zu minus 1,6 Prozent in Chemnitz.

Zunehmend attraktiv wird Sachsen für ausländische Gäste. Events, wie die Schacholympiade in Dresden, sorgten für einen Anstieg ausländischer Besucher um 7,3 Prozent auf rund 616.000 Gäste aus aller Welt. Auch Sachsens Nachbarn Polen und Tschechien entdecken den Freistaat zunehmend für sich. Mit enormen Zuwächsen von 19 bis 20 Prozent kommt frische Kaufkraft aus Osteuropa ins Land. "Gemeinsame Großveranstaltungen, wie die Nordische Ski-Weltmeisterschaft in Liberec, gilt es zu nutzen, die bisherige Zusammenarbeit zu intensivieren", fordert Lämmel.

Trotz Krisenzeiten verzeichnet Sachsen insgesamt eine relativ stabile Entwicklung. "Jetzt abzuwarten, sei jedoch keine Lösung, geschweige denn Zukunftsperspektive", konstatiert Lämmel MdB. "Urlaub im eigenen Land ist das beste Konjunkturpaket, was es für den Freistaat geben kann." Die Krise müsse man als Chance verstehen und Trends nutzen, um neue Gäste ins Reiseland zu locken.



www.ltv-sachsen.de

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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

Günther, Zwönitz
Günther, Zwönitz

03.03.2009 um 17:56

Betreff: Touristenanstieg Sachsen

Die optimistischen Darstellungen über die Entwicklung des Tourismus in Sachsen durch den LTV Lämmel werden durch die regionalen Gastronomen nicht geteilt. Übernachtungszahlen des Jahresschnittes in Top-Regionen bei 37% können einen nicht jubeln lassen. Die Misere des Tourismusmanagements in Dresden könnten einen die Tränen in die Augen treten lassen. Das Zugpferd Frauenkirche und Grünes Geölbe sind zum "Alltag" geworden. Also mehr objektive Recherchen.

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