Zulieferer
Sambonet kauft Rosenthal
von Bernhard Eck
SELB. Rosenthal ist gerettet. Wie der Insolvenzverwalter Volker Böhm mitteilt, ist das Unternehmen an den italienischen Besteckhersteller Sambonet Paderno Industrie Spa verkauft worden. Sambonet übernimmt demnach den gesamten Geschäftsbetrieb der Rosenthal AG einschließlich aller Mitarbeiter sowie der Markenrechte, Patente und Produktionsstätten. Rosenthal beschäftigt weltweit rund 1200 Mitarbeiter, davon gut 1000 in Deutschland. Sambonet habe angekündigt, alle Rosenthal-Produktionsstandorte erhalten zu wollen und in den nächsten Jahren in beträchtlicher Höhe in Rosenthal zu investieren.
Böhm und Sambonet-CEO Pierluigi Coppo hatten wohl bereits am 10. Juli 2009 den Kaufvertrag unterzeichnet. Der Kaufvertrag wurde jedoch erst wirksam, nachdem der Hauptgläubiger Bank of America vereinbarungsgemäß alle Sicherheiten freigegeben hatte. Darunter fallen auch die Markenrechte, die nach Zahlung des Kaufpreises in das Eigentum der von Sambonet gegründeten Auffanggesellschaft Rosenthal GmbH übergehen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
"Ich freue mich außerordentlich, dass mit Sambonet ein Investor den Zuschlag erhalten hat, der sich mit Rosenthal perfekt ergänzt", sagte Insolvenzverwalter Volker Böhm nach der Vertragsunterzeichnung. "Sambonet ist ein erfolgreiches, internationales Unternehmen, das Marktnähe mit Innovationskraft verbindet und für Rosenthal die Chance für einen echten Neuanfang bietet."
Sambonet ist einer der international führenden Hersteller von hochwertigen Bestecken und Küchenzubehör für Restaurants und Hotels. "Die Unternehmen passen hervorragend zusammen, beide sind ausgerichtet auf Design, Innovation, Qualität und Kunden", betonte Sambonet-CEO Coppo. "Unser Ziel ist es, in den Geschäftsfeldern Geschirr und Küchenartikel der zuverlässigste Player sowohl für den Einzelhandel als auch für die Gastronomie zu werden, mit einer Marken- und Produktpalette, die einzigartig in der Branche ist."


