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wenige profitabel: Die Sparte Flugzeugleasing der Schörghuber Unternehmensgruppe Foto: Unternehmen

Hotellerie

Schörghuber setzt auf Bau und Brau

27. August 2010

MÜNCHEN. Die Unternehmensgruppe will im laufenden Jahr weiter investieren, und zwar in die Geschäftsfelder Hotel, Immobilien und Getränke. Dadurch sollen die Umsätze wieder steigen, denn im Jahr 2009 waren sie nach Unternehmensangaben um 8 Prozent auf insgesamt 1,18 Mrd. Euro gesunken.

Umsatzeinbußen verzeichnete Schörghuber im vergangenen Jahr in allen Sparten. In der Hotellerie verringerten sie sich um knapp 19 Prozent auf 199 Mio. Euro.

Im Bereich Hotel wird es einige Veränderungen geben. So will Schörghuber das Joint Venture ArabellaStarwood Hotels & Resorts auflösen (AHGZ.de vom 25. August). Der überwiegende Teil der bisherigen Managementaufgaben soll künftig von direkt übernommen werden. Die Schörghuber-eigene Arabella Hospitality Group soll sich dann auf die 19 eigenen Hotelimmobilien konzentrieren.

Weitere 12 Hotels hat Schörghuber gepachtet, hinzu kommen noch drei weitere, für die bereits Verträge abgeschlossen sind. Geführt werden sollen diese allerdings von dem Management der amerikanischen Kette Starwood. Dazu gehört auch das geplante Hotel am Mailänder Platz in Stuttgart.

"Wir glauben an die Marke Starwood", sagte Schörghuber-Presseprecher Bernhard Taubenberger auf AHGZ-Anfrage. Bereits heute tragen fast alle Hotels der Arabella Hospitality Group Markennamen von Starwood, wie Sheraton, Westin und The Luxury Collection.

Die Änderung der bisherigen Strategie der Arabella Hospitality Group wurde nach Unternehmensangaben insbesondere durch die – voraussichtlich zum 1. Januar 2013 in Kraft tretende – Neufassung der Internationalen Bilanzierungsregelung IFRS 17 beeinflusst.

Durch die neue Bilanzierungsregel fällt die Eigenkapitalsquote geringer aus, und zwar bei gleichbleibender Eigenkapitalssumme. Dies könnte zu schlechteren Konditionen bei den Banken führen. Daher will die Schörghuber-Gruppe keinen externen Pacht- und Managementverträge mehr abschließen.

Das Segment Getränke, das den größten Anteil am Umsatz der Schörghuber Unternehmensgruppe ausmacht, soll sich verstärkt auf den Export fokussieren. Ein Erfolgsmodell seien die Paulaner Bräuhäuser, von denen allein in 2010 sechs neue in China, Indonesien und Russland eröffnet werden. Gemeinsam mit Heineken NV betreibt Schörghuber das Joint Venture Brau Holding International GmbH & Co. KGaA, der die Paulaner Brauerei Gruppe, der Kulmbacher Gruppe und der Südwest Gruppe angehören.

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