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Schwule und Lesben besonders reisefreudig
MÜNCHEN. Obwohl Schwule und Lesben zu den reisefreudigsten Zielgruppen gehören, hat die Reisebranche Berührungsängste. „Viel Leistungsträger sind von der Situation oft überfordert“, so Thomas Bömkes von der International Gay and Lesbian Travel Association (IGLTA). Das Personal in Hotels beispielsweise reagiere „verzagt, wenn zwei schwule Männer an der Rezeption stehen“. Gerade in Deutschland gebe es „noch viele Vorurteile.“
Dabei reisten Schwule und Lesben im Schnitt „vier Mal im Jahr und öfter“ und hätten auch ein deutlich größeres Urlaubsbudget als heterosexuelle Gäste. Laut IGLTA zählen 8 bis 10 Prozent der Deutschen zur Zielgruppe der Schwulen und Lesben. Doch es sei seitens der großen Reiseveranstalter bei Versuchen geblieben, spezielle Angebote zu bündeln. Bömkes: „Irgendwie hat das nie geklappt, man hat das Feld inzwischen den klassischen Gay-Anbietern überlassen.“