Industrie
Showroom mit 600 Quadratmetern Fläche
Individuelle Dekore zählen zu den speziellen Offerten der Firma Helmich Hotelausstattung
HENSTEDT-ULZBURG Der Kopf eines Clowns lächelt die Gäste des Restaurants Sansibar auf Sylt von ihren Tellern aus an. Mal befindet sich der Kopf in der Mitte des Tellers, mal sitzt er an der Kante – „jedes Stück sieht anders aus“, sagte Gert Helmich, der das Dekor gemeinsam mit dem Gastronomen Herbert Seckler entwickelt hat: Eigendekore zählen zu den Spezialitäten der Firma Helmich Hotelausstattung in Henstedt-Ulzburg. „Es wird meistens nicht teurer als ein Standarddekor“, sagte der Seniorchef. Der Gastronom müsse jedoch mindestens 200 bis 300 Vignetten abnehmen.
Porzellangestaltung und Frontcooking waren die Themen der ersten Veranstaltung, zu denen Gert und sein Sohn Frank Helmich ihre Kunden in die Ausstellungsräume an der Krögerskoppel 13 eingeladen hatten. In ihrem 600 Quadratmeter großen „Musterzimmer“ stellen die Hotelausstatter Porzellan, Silber, Tisch- und Hotelwäsche vor. Hinzu kommt ein 1000 Quadratmeter großes Lager. In einem Nebenraum führte Küchenmeister Ralf Jeschke neue Küchengeräte vor. „Wir bauen jedoch keine Küchen, sondern verkaufen nur Kleinmaterial“, fügte Gert Helmich hinzu.
Seit der Seniorchef 1957 in der Hotelabteilung der Hamburger Firma Lattorff anfing, ist er mit der Ausstattung von Hotels und Restaurants bestens vertraut. 1986 gründete er seinen eigenen Großhandel in der Hansestadt. 1993 verlegte er den Betrieb in das Gewerbegebiet von Henstedt-Ulzburg in Schleswig-Holstein. Heute sind außer den beiden Eigentümern 6 weitere Mitarbeiter in dem Familienbetrieb beschäftigt: „Wir arbeiten mit den größten deutschen Herstellern zusammen.“ Die Kreuzfahrtschiffe Deutscher Reedereien sind die größten Kunden der Firma Helmich. Ansonsten beliefern die Hotelausstatter Gastronomen und Hoteliers in ganz Norddeutschland. „Mit großen Hotelketten arbeiten wir auch international zusammen.“ Das Internet hat nach Angaben von Helmich den Prospektversand ersetzt. Per E-Mail werden Fotos der neuesten Produktlinien heute versendet. Ein Anruf und die Experten kommen auch ins Haus. Helmich: „Das erste Gespräch findet meistens beim Kunden statt.“

