Bilanz 2010
Sol Meliá steigert Gewinn um mehr als 30 Prozent
PALMA DE MALLORCA. Die spanische Hotelkette Sol Meliá konnte ihren Gewinn 2010 um 31,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 50,1 Mio. Euro steigern. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs um 16,5 Prozent auf 235 Mio. Euro. Im Vorjahr lag der Ebitda bei 202,1 Mio. Euro. Die Gruppe betreibt heute weltweit rund 300 Hotels mit 76.000 Zimmern in 26 Ländern.
Zum positiven Gesamtergebnis trugen bei einem Gesamtumsatz von 1,25 Mrd. Euro auch die gestiegenen Zimmerraten bei. Der Erlös pro verfügbarem Zimmer (RevPar) erhöhte sich um durchschnittlich 8,9 Prozent. Allein im vierten Quartal 2010 stieg der RevPar um 13 Prozent. Stark war das Umsatzwachstum zum Jahresende vor allem in europäischen Städten und auf den kanarischen Inseln.
Partner in China
Den Schlüssel für weiteres Wachstum sieht Sol Meliá in der internationale Expansion. 2010 eröffnete Sol Meliá mit dem Gran Meliá Shanghai und dem Meliá Atlanta erste Häuser in den nachfragestarken Märkten USA und China. Außerdem wird sich Sol Meliá künftig verstärkt in Reise-Zukunftsmärkten wie Asien und dem Mittleren Osten engagieren. Noch in diesem Jahr eröffnet das neue Melía Dubai. Mit dieser Strategie wollen sich die Spanier von ihrem Heimatmarkt zunehmend unabhängiger machen. Der Anteil des Vorsteuergswinns aus dem spanischen Markt beträgt mittlerweile nur noch 22 Prozent.
Weitere Kooperationen gehören ebenfalls zur Unternehmensstrategie. Die 2010 abgeschlossene Kooperation mit der Wyndham Hotel Group betrifft vor allem die Marke Tryp. Sol Meliá kooperiert jetzt auch mit Jin Jiang, einer der führenden chinesischen Hotelgesellschaften und Reiseagenturen. In China fokussiert sich Sol Meliá vor allem auf die großen Städte und Urlaubsgebiete.
Managementverträge haben Vorrang
2011 will sich das Unternehmen vor allem auf die Markenstärkung, bevorzugt in Asien, Lateinamerika sowie in einigen wichtigen Städten in Europa und den USA konzentrieren. Bei den Hotels, die die Sol-Meliá-Gruppe in den kommenden drei Jahren eröffnen will, steht vor allem das Premium-Segment im Mittelpunkt. Bei dem Großteil der 27 Neueröffnungen geht die Kette Managementverträge ein. red
