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Konzepte

Gastgeber aus Leidenschaft: Gastronom Köbi Nett und Geschäftsführerin Jacqueline Pedregal vor der offenen Küche des Gentile Foto: Gerhard Herr

Konzepte: Gentile in St. Gallen

St. Gallen hat den Schweizer Trendsetter

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2009/16 vom 18. April 2009
von

ST. GALLEN. Das trendigste Lokal der liegt mitten in einem Bankenviertel, genau gesagt im Erdgeschoß der St. Galler Kantonalbank, nur ein paar Schritte vom altehrwürdigen, als UNESCO-Kulturerbe geadelten Klosterviertel entfernt. Das jedenfalls ist das Ergebnis des im November 2008 vergebenen „Best of Swiss Gastro“-Awards, der in der Kategorie „Trend“ an das Gentile des St. Galler Gastronomen Köbi Nett ging. Bereits seit seiner Eröffnung im September 2007 ist das Restaurant ein beliebter Treffpunkt in der Ostschweizer Metropole.

Gehobenes und Take away

Für Köbi Nett und seine Frau Pia ist die Wahl zum „trendigsten Lokal“ der Schweiz Lob und Herausforderung zugleich. Gerade weil der Award „Best of Swiss Gastro“ ein Publikumspreis ist, sind das Paar und seine Mitarbeiter besonders stolz darauf. Mit frischen, warmen Speisen zu jeder Tageszeit, einem urbanen Restaurant und dem Motto „Time to eat“ überzeugte das Gentile. „Wir wurden nicht von Profis nach professionellen Kriterien, sondern von unseren Gästen nach deren Wohlfühl-Kriterien bewertet“, meint Pia Nett.

Das Gentile verbindet auf lässige Art gehobene Küche und Take away in spritziger Atmosphäre. Hier werden weder Bestellungen aufgenommen noch landen Bons in der Küche. Am Empfang erhält der Gast eine Chipkarte wie man sie auch vom Fast Casual-Konzept Vapiano kennt. Mit ihr geht er zu den Buffets, der Kaffee- oder Weinbar und wählt Speisen und Getränke aus. Seine Bestellungen werden auf dem Chip der Karte registriert, bezahlt wird zum Schluss an der zentralen Kasse. So hat man Zeit zum Essen und muss nicht auf den Service warten.

Die Maxime der Netts: „Alle sieben Jahre etwas Neues“. Die Familie führt bereits den renommierten Schützengarten, das der gleichnamigen St. Galler Brauerei angegliederte Restaurant, und das Gourmet-Restaurant David 38. Der Name bezieht sich auf die Adresse, die Davidstraße 38. „Es war einfach an der Zeit, wieder etwas Neues zu machen“, erklärt Köbi Nett seine ungebrochene Schaffenskraft. Auch mit über 60 Jahren denkt er noch nicht ans Aufhören. Gattin und Sohn übernehmen zwar den Großteil des operativen Geschäfts, er bleibt aber der routinierte Strippenzieher im Hintergrund. Dabei überlässt er nichts dem Zufall, wenn ein neues Projekt angepackt wird. Auch die Namensgebung hat System. Das italienische Wort „gentile“ heißt auf Deutsch freundlich oder nett. Die Idee hinter dem Wortspiel: Das Gentile ist das freundliche Restaurant der Familie Nett.

Nett und Lebensfroh

Das kommt auch so rüber, wenn Geschäftsführerin Jacqueline Pedregal Gäste begrüßt. Als Tochter mexikanischer Eltern in Los Angeles geboren verkörpert sie eine Mischung aus amerikanischem „Big Smile“ und südamerikanischer Lebensfreude. „Das ist ein Teil von mir, ist Ausdruck meiner Begeisterung für das, was ich tue“, sagt sie. Dieses positive Lebensgefühl gibt sie an Gäste und Mitarbeiter weiter.

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