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Denkmal für Friedrich August II. auf dem Vorplatz des Steigenberger Hotel de SaxeFoto: Ruhnau

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Steigenberger Hotel de Saxe direkt neben der Frauenkirche

4-Sterne-Plus-Haus mit 175 Zimmern und Suiten an historischer Stelle / Bis Dezember bereits 60 Prozent Auslastung geplant

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/16 vom 22. April 2006
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DRESDEN Das am häufigsten genannte deutsche Bauwerk der vergangenen Monate ist sicher die Dresdner Frauenkirche. Die Bilder von der Weihe am 30. Oktober 2005 gingen um die Welt, und auch jetzt stehen noch täglich lange Menschenschlangen an den Eingängen, um die Pracht der einzigartigen Barockkirche zu bewundern.

Unmittelbar daneben öffnete am 3. April ein Hotelkleinod seine Tore: das Steigenberger Hotel de Saxe. Auch vor diesem Bauwerk stehen Menschen voller Bewunderung und viele von ihnen lassen es sich nicht nehmen, einen Blick in die Lobby zu werfen oder gleich im Restaurant beziehungsweise an der Hallenbar Platz zu nehmen.

Und das neue Haus läuft bereits mit Erfolg: Hoteldirektor Hans J. Kauschke, der vom Steigenberger Berlin kam, lagen schon vor der Eröffnung 8000 Buchungen vor. In den ersten sieben Tagen verzeichnete das 185-Zimmer-Hotel 1025 Buchungen. Auch die zehn Tagungsräume waren schon am dritten Tag belegt, und am ersten Wochenende wurden 186 Abendessen serviert. „Ein Beweis dafür, dass unser neues Hotel auf dem Dresdner Markt noch genügend Platz findet, zumal die Nachbarhäuser keine Einbußen vermeldeten“, heißt es bei Steigenberger.

Die Tourismusentwicklung in Dresden boomt mit zweistelligen Zuwachsraten.

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Die Kongressinitiative, die der Oberbürgermeister zur Chefsache gemacht hat, lässt auch diesen Sektor wachsen. „Da unser Haus Städte- und Geschäftsreisende gleichermaßen anspricht, können wir an sieben Tagen in der Woche unterschiedliche Zielgruppen bedienen“, sagt der Direktor, der sich in Dresden sehr wohl fühlt und mit vielen seiner Kollegen über die Erfa und den Verein Dresden-Hotels Kontakte pflegt.

Hans J. Kauschke sieht dazu noch Reserven bei der Vermarktung der Stadt. In Berlin würde man Dresden noch nicht richtig wahrnehmen. Mit der Kraft der europaweit 78 Steigenberger Hotels soll deshalb auch Marketing für Dresden gemacht werden. Bis Ende Dezember hat Kauschke bereits eine Zimmerauslastung von 55 bis 60 Prozent geplant.

Bei der Gestaltung des Steigenberger Hotel de Saxe wurde die historische Sandstein-Fassade denkmalgerecht aufgebaut. Dazu wurde das Haus mit dem modernen Innenleben eines 4-Sterne-Plus-Hotels ausgestattet. Ehemals unabhängige Häuser wurden dabei zu einem in sich stimmigen Hotelkomplex verbunden. Der Neubau tritt nicht eigenständig in den Vordergrund, sondern schließt das Hotel, trotz moderner Architektursprache, harmonisch ab.

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Das Hotel de Saxe hatte es vor gut 100 Jahren bereits an dieser Stelle auf dem Neumarkt gegeben. Es zählte zu den besten Häusern der Sachsenmetropole. Berühmt wurde es besonders durch seinen vornehmen Konzertsaal in der 1. Etage. Robert Schumann führte hier 1845 ein Klavierkonzertzum ersten Mal auf.

Die Vergangenheit ist auch heute überall gegenwärtig. Außer der Fassade setzten die bei der Inneneinrichtung federführenden Designer der Steigenberger-Tochtergesellschaft Head gekonnt historische Architektur-Fragmente in Szene. An der Rezeption ist der Kopf einer Fassaden-Putte angebracht, der am Standort gefunden wurde. Blickfang über der geschwungenen Freitreppe sind drei an der Wand angebrachte Torsi, die von – im Krieg zerstörten – Dresdner Gebäuden stammen.

Das Hotel konnte vom Bauträger Baywobau Dresden einige Tage vor dem vereinbarten Termin dem Besitzer TLG Immobilien GmbH übergeben werden. In der Steigenberger Zentrale staunte man nicht schlecht, dass die Mängelseite im Übergabeprotokoll des Baus so gut wie leer blieb.

Dabei war das Hotelprojekt zunächst zäh angelaufen. Als die Stadt das Grundstück zur Bebauung ausgeschrieben hatte, bekam die Baywobau den Zuschlag für die Idee, das alte Hotel de Saxe wieder auferstehen zu lassen. Die Finanzierung erwies sich jedoch als problematisch. Nach Diskussionen im Stadtrat wurde der Grundstückspreis gemindert. Ein Bürgerverein Neumarkt wollte den Platz so aufgebaut wissen, wie er vor dem Krieg ausgesehen hatte. Dass aus heutiger Sicht, schon aufgrund von Brandschutzvorschriften und Qualitätsansprüchen, Kompromisse nötig waren, wurde oft nicht eingesehen. Dann streckte noch der Generalauftragnehmer Waltherbau die Segel.

Aber Baywobau-Manager Berndt Dietze, ein gebürtiger Dresdner, setzte sich weiter für das Projekt ein. Er fand dann mit der TLG Immobilien, die bereits über 150 Mio. Euro in der Stadt verbaut hatte, einen Finanzier, der rund 33 Mio. Euro in den Hotelbau investierte. Unter dem Slogan „Starke Partner – Starke Marken – Stark im Osten“ engagierten sich Baywobau und TLG Immobilien für den Bau am Neumarkt. Die Verhandlungen mit dem potenziellen Betreiber, der Steigenberger AG, zogen sich zunächst hin. Dann ging jedoch alles sehr schnell, und nach rund 18 Monaten Bauzeit stand das neue Hotel de Saxe.

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