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Theken unter Wasser
Elbe-Flut: Die Lage normalisiert sich, aber das Ostergeschäft fällt wohl in diesem Jahr aus
HITZACKER „Eines ist mal sicher“, sagt Frank Lehmann, „das Ostergeschäft ist buchstäblich im Eimer“. Der Vorsitzende des DEHOGA-Kreisverbandes Hitzacker an der Elbe konnte sich bisher noch nicht einmal selbst ein Bild von dem Ausmaß der Hochwasserkatastrophe in dem 5000 Einwohner zählenden Elbestädtchen machen: „Die Zufahrtswege sind alle dicht. Da kommt zur Zeit keiner raus und keiner rein. In jedem Fall ist es dramatischer als bei der so genannten Jahrhundertflut vor vier Jahren“, so Lehmann zur
Selbst das Telefonieren mit seinen Kollegen hat Lehmann inzwischen weitestgehend eingestellt: „Die haben im Moment wirklich andere Dinge im Kopf.“ Aber soviel hat er immerhin doch noch erfahren: Für mindestens sechs seiner Mitglieder in Hitzacker ist die Lage äußerst prekär: „Denen steht das Wasser an der Theke.“
Den Betroffenen, sagt Lehmann, sei bis heute nicht klar, warum im Landkreis derartig spät Katastrophenalarm gegeben wurde, erst dann nämlich kommen Bundeswehr und Technisches Hilfswerk mit entsprechendem Equipment. Inzwischen sind dort über 7000 Helfer im Einsatz. „Aber zunächst mussten sich die Betroffenen mit hauseigenen Mitteln selber helfen.“ Entsprechend blank liegen die Nerven von Gastronomen, Geschäftsleuten und Einwohnern. Örtlichen Zeitungsberichten zufolge wollen einige Gastronomen und Geschäftsleute eine Sammelklage gegen den Kreis wegen unterlassener Hilfeleistung anstrengen. Auch die Koordination der Hilfsmaßnahmen wird als völlig unzureichend angesehen.
„Wir stehen ehrlich vor einer verheerenden Saison“, sagt Lehmann. Vor vier Jahren, als die Fluten kamen, neigte sich die Saison eher dem Ende zu, „und trotzdem war das noch für einige Kollegen ein kräftiger Schlag ins Kontor“. Damals startete der DEHOGA-Kreisverband Soltau eine Spontanaktion, sammelte Spenden für die besonders geschädigten Kollegen, eine Kampagne, der sich später andere Kreisverbände des Bezirksverbandes Lüneburg anschlossen. Verbandsgeschäftsführer Heinz-Georg Frieling hält eine ähnliche Aktion auch jetzt für möglich. „Aber vorerst wissen wir noch gar nicht, wie groß das Ausmaß der Katastrophe ist. Wir haben alle einfach noch keinen Überblick.“
Den verschafften sich vor wenigen Tagen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) in Hitzacker. Dabei versprach die Kanzlerin, Bund und Länder würden nunmehr gemeinsam über Möglichkeiten besserer Vorhersagesysteme und über effizienteren Hochwasserschutz nachdenken. Niedersachsens Regierungschef brachte eine Soforthilfe von 5 Mio. Euro mit. „Wir rechnen damit“, sagt Frank Lehmann zur