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Tourismus entdeckt Homosexuelle
SALZBURG. Das Tourismus-Marketing hat die Homosexuellen als neue Zielgruppe entdeckt. Ob organisierte Gay-Weeks, schrille Paraden oder gleichgeschlechtliche Zweisamkeit: Die ebenso reise- wie ausgabefreudige schwul-lesbische Gemeinde sind touristisch begehrt.
In den USA hat man den Markt inzwischen genau analysiert, im deutschsprachigen Europa entdecken immer mehr Orte die neue Klientel und stellen sich mit Event-Wochen und Straßen-Spektakeln darauf ein. Auch die Hotellerie profitiert von der neuen Bewegung.
Die Zahl der reisefreudigen Homosexuellen wird allein in Deutschland auf 5,5 Millionen geschätzt. 94 Prozent von ihnen unternehmen jährlich mindestens eine Urlaubsreise, 22 Prozent verreisen sogar vier Mal pro Jahr. Aufgrund ihrer Kinderlosigkeit sind die Schwulen nicht an die Haupturlaubszeiten gebunden und tragen daher zur Auslastung der Nebensaisonen bei.
Der deutsche Reiseveranstalter TUI hat herausgefunden, dass Gay-Touristen Wert auf hohe Qualität legen und insgesamt öfter verreisen als ihre heterosexuellen Landsleute.

