Touristik
Urlauber wollen künftig unter sich bleiben
Zukunft des Reisens: Gäste strömen in riesige Ferienanlagen
ZÜRICH Urlauberghettos gehört die Zukunft. Der Massentourismus von morgen werde sich „in Hyper-Holidayhubs abspielen“, so der Schweizer Wissenschaftler David Bosshart in einer jetzt erschienenen Studie. Vor allem am Mittelmeer, in Nordafrika, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in China und Brasilien würden „riesige Ferienanlagen entstehen, die alle Wünsche der Urlauber befriedigen.“
Es werde 2020 nicht mehr so wichtig sein, wohin es geht, sondern was „der Einzelne im Urlaub ganz individuell für sich tun will“. Die Mega-Anlagen, angeflogen von Großflugzeugen wie dem Airbus A 380, gingen dabei auf alle Wünsche der Urlauber gezielt ein.
Nach Ansicht des Experten – Bosshart leitet das renommierte Gottlieb Duttweiler Institut in Rüschlikon bei Zürich – spielen künftig vier „S“ die Hauptrolle bei der Urlaubswahl: Sonne, Sangria, Sex und Surgery.
die Reisenden
Reisen bleibe zudem, auch weil immer mehr Singles unterwegs sind und Urlauber von vornherein eher kontaktfreudig, „eine Form von Dating und Mating“ – verabreden und paaren. Surgery – Sprechstunde, Behandlungszimmer, Chirurgie – schließlich stehe dafür, dass die westliche Welt überaltert und „der Gesundheitsaspekt und die medizinische Betreuung bei der Urlaubswahl wichtiger werden.“