Studie
Viel Erleben und Faulenzen
STUTTGART. Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall haben sich die Urlaubsmotive der Ostdeutschen deutlich gewandelt. Das zeigt eine bei der Reisemesse CMT in Stuttgart veröffentlichte Analyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen, meldet die Nachrichtenagentur tdt. 1991 beispielsweise war es für 62 Prozent der Urlauber aus den neuen Bundesländern besonders wichtig, während der Ferien „neue Eindrücke“ zu sammeln. 2008 lag der Wert nur noch bei 36 Prozent.
Auch „viel Erleben“ (56 Prozent) oder „Unterwegs sein“ (43 Prozent) stand damals obenan, nun ist das jeweils nur noch für 31 Prozent von Bedeutung. Wichtiger geworden sind dagegen „Ausruhen, faulenzen“ (1991: 20 Prozent/2008: 32 Prozent) sowie „Verwöhnen lassen“ (27/35). Gleich geblieben ist der Wunsch nach „Erinnerungen auffrischen“: Damals wie heute für jeden fünften Ostdeutschen das Urlaubsmotiv Nummer eins.