Konzept & Strategie
Von Dampfmicheln und Gerstenfeldern
Am Trierer Kornmarkt wurde das Bitburger Wirtshaus offiziell eröffnet / Bitburger-Geschäftsführer Peter Rikowski: „Multiplikation ist durchaus vorstellbar“
TRIER Mit dem funkelnagelneuen Bitburger Wirtshaus am Trierer Kornmarkt hat sich die Gastronomielandschaft des Moselstädtchens neu ausgerichtet. Vorne ist ab sofort dort, wo die Pächter Bernd Harmuth, Luigi Colangiuoli und Christoph Wefers von der Ristalco Gastro GmbH ihre neue Herausforderung gefunden haben.
Mit rund 270 Innen- und 250 Außenplätzen ist im ehemaligen französischen Casino in Deutschlands ältester Stadt eine Location entstanden, die von der Bitburger Brauerei von Anbeginn als Chefsache vorangetrieben wurde. Nicht unbedingt eine neue Leitgastronomie, aber eine Herausforderung für Deutschlands führende Gastronomiemarke die dadurch sichtbar wird, das man mit Harmuth, Colangiuoli und Werfers Spezialisten ins Boot genommen hat, die bereits mit so erfolgreichen Betriebskonzepten wie „Sausalitos“ oder „Café Extrablatt“ in vielen deutschen Städten Maßstäbe gesetzt haben.
Beim Bitburger Wirtshaus ist der Name nur teilweise Programm: Bitburger setzt hier zwar einerseits auf traditionelle Gastronomiewerte, integriert aber andererseits auch moderne Gestaltungselemente, die sich zu einem harmonischen und innovativen Gesamteindruck verbinden. Verantwortlich für Konzeption und Umsetzung zeichnet an dieser Stelle die Bitburger Konzeptfabrik und die Gastronomiefachberater der Brauerei in enger Zusammenarbeit mit den Pächtern. „Nach zweijähriger Planungs- und Konzeptarbeit haben wir hier in Trier das erste Wirtshaus-Projekt ins Leben gerufen“, freut sich denn auch Bitburger Geschäftsführer Peter Rikowski. Und: „Eine Multiplikation ist durchaus vorstellbar.“
Blickfang ist die nahezu komplett hinterleuchtete Barfront. „Bitte ein Bit!“ – die Botschaft ist dominant. Für den Thekengast spannend zu beobachten ist der Einsatz des so genannten „Ice Bit“: eine Stickstoffdusche, die das Glas vereist. Natur- und Rohstoffverbundenheit signalisiert ein in die Wand eingelassenes Gerstenfeld, das durch warme Lichteffekte unterschiedliche Stimmungsbilder erzeugt.
In der Lounge steht Kommunikation im Mittelpunkt. Hier lächelt der Bitburger Genießer in vertrauter Optik jeden Besucher von einer eigens gestalteten Tapete an. Witzig und sicher der Renner bei jeder Stammtischrunde sind die so genannten „Dampfmichel“ – auf Kugellagern sitzende Rundbänke, die sich zum Ein- und Ausstieg am Tisch ähnlich einem Karussell drehen lassen. Keinen Raum für Spekulationen lässt die komplett offene Küche. Die Botschaft lautet: alles Frisch und in bester Qualität. Auf umlaufenden Schiefertafeln werden aktuelles Angebot und jahreszeitliche Schmankerl kommuniziert. Die Karte hält, was der Titel Wirtshaus verspricht: Suppen, Salate, deftige Brotzeiten, Flammkuchen, „Flieten“ (Geflügel) und Wurstwaren zu moderaten Preisen. Regionale Spezialitäten dominieren – und der Gast hat alles im Blick. Direkt neben der offenen Küche die Bereiche Schwemme und Hopfengarten mit schlichten Wirtshaustischen und -bänken, wo man sich in aller Ruhe den kulinarischen Spezialitäten der Küche hingeben kann. Zwei Terrassenbereiche, der größere auf dem Kornmarkt mit Blick zur angrenzenden Fußgängerzone und der kleine neben dem Restaurantbereich Hopfengarten, runden das Objekt ab.
