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Industrie

Warsteiner will Erdinger und Jever kaufen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2005/23 vom 11. Juni 2005

WARSTEIN Die Warsteiner-Brauerei will ihre Einkaufstour fortsetzen und Erdinger und Jever schlucken. Damit würde der Konzern schlagartig wieder zur größten deutschen Brauerei werden, obwohl sich die Kernmarke von Jahr zu Jahr schlechter verkauft. "Unsere Kriegskasse ist gefüllt, und wir können noch einige Akquisitionen betreiben, wenn die Brauereien zu uns passen", sagte Warsteiner-Inhaber Albert Cramer der Welt am Sonntag. Ergänzend Warsteiner-Geschäftsführer Gustavo Möller-Hergt: "Wir haben großes Interesse an Erdinger und Jever". Mit diesen Zukäufen würde die Traditionsbrauerei aus dem Sauerland mit einem Schlag wieder zum Branchenführer in Deutschland vor Krombacher und Bitburger aufsteigen. Zuletzt hatte Warsteiner 60 Prozent an dem Düsseldorfer Altbierbrauer Frankenheim erworben.

Der Konzern hat seit Jahren erhebliche Probleme: So fiel der Absatz in den letzten zehn Jahren um etwa 40 Prozent. Der Marktanteil sank im gleichen Zeitraum von etwa 9 auf gut 5 Prozent.

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