Zulieferer
Weg für Rosenthal-Verkauf ist frei
von Bernhard Eck
SELB. Eine wichtige Hürde ist genommen: Der Rosenthal-Insolvenzverwalter Volker Böhm, Schultze & Braun, hat sich mit dem Hauptgläubiger Bank of America über die Konditionen des Verkaufs geeinigt. Die Einigung umfasst auch die Freigabe sämtlicher Sicherheiten einschließlich der Markenrechte.
„Damit ist der Weg frei zum Verkauf des Unternehmens mit allen Marken an einen strategischen Investor“, sagte Böhm. Zusätzlich konnte Böhm eine Fristverlängerung bis Ende Juli erreichen. Dann müsse allerdings der Kaufpreis bezahlt sein. Böhm war Ende der vergangenen Woche nach New York gereist, um die Einzelheiten des Verkaufs zu verhandeln.
Volker Böhm spricht zurzeit mit vier ernsthaften Kaufinteressenten, die Verhandlungen mit allen Investoren machten gute Fortschritte. Die Gespräche mit Sambonet sind dabei am weitesten gediehen, da sie früher begonnen haben. „Der Kaufvertrag ist unterschriftsreif“, sagte Böhm. „Sobald die Finanzierung steht, können wir abschließen.“ Voraussetzung sei jedoch, dass Sambonet bald eine Einigung mit den Banken erreiche. Der Insolvenzverwalter sieht hier jedoch gute Chancen. „Alle Beteiligten bewegen sich aufeinander zu“, sagte er.
Kommt eine Einigung zwischen Sambonet und den Banken nicht bis Ende Juli zustande, muss der Insolvenzverwalter die Bank of America auszahlen, da diese die Rosenthal-Markenrechte als Sicherheit hält. Böhm hält für diesen Fall an seinem Ziel fest, Rosenthal fortzuführen, bis ein Abschluss mit einem der anderen Interessenten möglich ist.


