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Marketing

Werbung im Internet

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/14 vom 3. April 2010
von

Über 44 Mio. Nutzer allein in Deutschland, Verfügbarkeit rund um die Uhr und unabhängig vom Standort: Mit einem Marktanteil von 16,5 Prozent steht das mittlerweile auf Platz drei der Werbeträger – Tendenz steigend. Gut 11 Prozent ihres Werbebudgets verwendeten Gastronomen 2009 für die Web-Werbung, so ermittelte der Online-Vermarkterkreis (OVK), zentrales Gremium der 21 größten deutschen Online-Vermarkter. Gute Steuer- und Kalkulierbarkeit machen diese Werbeform interessant – vorausgesetzt, man spricht genau die Zielgruppen beziehungsweise -personen an, denen man etwas zu bieten hat.

Online-Marketing beginnt nach wie vor mit der eigenen Homepage. „Die sollte dem Besucher Interaktion mit dem Anbieter ermöglichen und nicht aus dem Baukasten stammen“, sagt dazu Christian Hornung, Chef der Neustädter Schnietec IT Management GmbH, „Individualität zahlt sich einfach aus.“ Auf der Homepage präsentiert sich der Betrieb, gibt Auskunft über sich und damit Entscheidungsgründe an die Hand, seine Angebote in Anspruch zu nehmen.

Reservieren ohne Umwege

Online-Buchungs- und -Reservierungstechniken erlauben dem Web-Nutzer, ohne Umwege Zimmer zu buchen und Tische zu reservieren. Einschlägige Buchungsplattformen führen viele Angebote zusammen und sind dadurch für in- und ausländische Reisende besonderes interessant, für den Gastronomen deshalb ein wichtiges Absatzinstrument.

Aber auch über populäre Internet-Marktplätze lassen sich Gastro-Angebote verkaufen. So vermarktet Online-Marketing-Spezialist HR-Broker seit 2009 Hotel- und Restaurantangebote auf Ebay und der Shopping-Plattform Yatego, für Hoteliers hat Protel Hotelsoftware den Anschluss an Buchungssysteme wie HRS oder Expedia im Programm. Velox versteigert neuerdings zudem im Auftrag des Gastronomen Gutscheine bei Ebay – von der Angebotserstellung bis zum Inkasso. Auch Hotline Software füttert ebenso wie Gubses Sihot-Buchungsplattformen mit stets aktuellen Hoteldaten und bietet außer dem Buchungsmodul für die eigene Homepage einen Mailing-Automaten, mit dem etwa Newsletter versandt werden können.

Online-Werbung im engeren Sinne jedoch soll den potenziellen Gast gezielt auf das jeweils eigene Angebot lenken. Klassisch ist etwa die Bannerwerbung, elektronische Annoncen, die auf den verschiedensten Websites – gegebenenfalls im Rahmen eines Affiliate-Netzwerkes – angezeigt werden. Diese Werbeform wird allerdings zunehmend vom Surfer als Belästigung angesehen und kaum mehr wahrgenommen. Reklamekiller-Programme für Webbrowser tun ein Übriges, um Bannerwerbung ins Leere laufen zu lassen: Gerade mal 0,18 Prozent der Surfer klicken laut einer Studie der AdTech AG im Jahr 2007 ein Banner an – Tendenz fallend. Nur 3 bis 6 Prozent dieser Klicks führen zu einer Aktion.

Wesentlich effizienter ist die gezielte Platzierung des eigenen Angebotes in Suchergebnissen: Hier holt man den Web-Nutzer da ab, wo er steht, wenn er im Netz beispielsweise ein gemütliches Restaurant in Köln oder eine Familienherberge im Voralpenland sucht. Damit das klappt, sollten die eigenen Seiten – Texte, Meta-Informationen und technische Ausführung – so beschaffen sein, dass Suchmaschinen sie als möglichst spezifische Treffer liefern.

Gute Suchbegriffe wählen

Spannend wird die mit sogenannten Sponsored Links, bezahlten Suchmaschinentreffern wie etwa Googles AdWords. Wer auf die richtigen Suchbegriffe setzt, hat damit beste Chancen, von den ihn interessierenden Surfern gefunden zu werden. Die Wahl der richtigen Begriffe erfordert allerdings einige Überlegung und Erfahrung – oder die Möglichkeit, große Mengen von Suchanfragen und das resultierende Surfer-Verhalten auszuwerten. Das wiederum ist aufs Online-Marketing spezialisierten Dienstleistern wie der Vioma GmbH oder HR-Broker vorbehalten.

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