Rauchverbot
Wirte gehen auf die Straße
von Raphaela Kwidzinski
AUGSBURG. Wirte und Raucher demonstrieren am Montag, den 7. Februar 2011 in Augsburg gegen das absolute Rauchverbot in der Gastronomie. Treffpunkt und Beginn ist um 18.00 Uhr am Bahnhofsplatz.
Kleinen Kneipen fehlt Umsatz
Von dort zieht die Demonstration zum Königs- und Rathausplatz, am Theater vorbei zur anschließenden Podiumsdiskussion mit Bürgermeister und Stadträten im Brauhaus Riegele. Die Demonstration wird organisiert von der Aktion „Fairness für Raucher“ und vom Bundesverein Gastronomie und Genuss (BVGG).
Die Veranstalter wollen damit darauf aufmerksam machen, dass das absolute Rauchverbot keineswegs allen Wirten Vorteile bringt. Gerade kleine Einraumkneipen stünden vor dem Aus. „Die kleine Kneipe hat ein Recht, auch in Bayern weiter existieren zu dürfen. Raucherinnen und Raucher sind keine Menschen zweiter Klasse. Dafür gehen wir am 07. Februar auf die Straße“, sagt Heinrich Kohlhuber, Vorsitzender des BVGG.
Wirte wollen keine längere Sperrzeit
Bei der Demo wollen die Wirte sich außerdem dafür einsetzen, dass die derzeitige Sperrzeitenregelung beibehalten wird. Die Sperrzeit war 2005 verkürzt worden von dem Zeitraum zwischen 3 und 6 Uhr morgens auf die Stunde zwischen 5 und 6 Uhr morgens. Mehrere Landespolitiker und Kommunen hatten sich in den vergangenen Wochen jedoch dafür stark gemacht, dass die Sperrzeit wieder ausgeweitet wird (AHGZ vom 29. Januar 2011). Damit wollen sie Alkoholmissbrauche von Jugendlichen eindämmen.
Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (BHG) hat sich bereits gegen eine längere Sperrzeit ausgesprochen. Die kurze Sperrstunde sei für die heutige Zeit angemessen, denn das Ausgehverhalten habe sich in den vergangenen Jahren geändert, so BHG-Präsident Ulrich Brandl. Die Menschen gestaltet ihre Freizeit heute individueller, es gebe heute keine festen Ausgeh-Tage und -Zeiten mehr.


