Konjunktur
Wirtschaftliche Dynamik wird schwächer
WIESBADEN. Für diesen Herbst und Winter erwarten Konjunkturforscher eine Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik. Im Sommer hat das Bruttoinlandsprodukt noch um 0,7 Prozent gegenüber dem Frühjahr zugenommen, gegenüber dem Vorjahrssommer sogar um 2,4 Prozent. Das Statistische Bundesamt teilte mit, der gesamte Binnenmarkt habe aufgeholt, während im Sommer vom Außenbeitrag keine Wachstumsimpulse ausgegangen seien.
Der Konsum insgesamt hat im 3. Quartal preisbereinigt um 0,3 Prozent zugenommen. Während die Konsumausgaben des Staates im Vorjahresvergleich um 1,7 Prozent anstiegen, waren die privaten Konsumausgaben – im Unterschied zum Vorjahresvergleich – leicht rückläufig (0,1%). In den beiden ersten Quartalen waren die privaten Konsumausgaben allerdings noch um 0,4 Prozent bzw. um 0,2 Prozent niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die Statistiker erklären, Grund für den Rückgang seien weniger PKW-Käufe, aber auch die preisbereinigten Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren sowie für Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe seien rückläufig gewesen. Erneut kräftig gestiegen seien die Ausgaben der privaten Haushalte für Freizeit, Unterhaltung und Kultur sowie für Bekleidung und Schuhe.