Industrie
WMF setzt auf Kaffeemaschinen
Bilanzpressekonferenz des Unternehmens: Im Objektgeschäft wurde eine Umsatzsteigerung um 8 Prozent erreicht
GEISLINGEN Eine positive Bilanz zieht WMF für sein Objektgeschäft. „Der Zuwachs im Bereich Hotellerie und Gastronomie erfolgte sowohl im Inland, als auch im Ausland“, sagte Vorstandsvorsitzender Thorsten Klapproth bei der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in Stuttgart.
Insgesamt wurde eine Umsatzsteigerung um 8 Prozent auf 202 Mio. Euro erreicht. Im Inland betrug das Wachstum demnach 5 Prozent, im Ausland konnte der Umsatz sogar um 11 Prozent gesteigert werden. Regionaler Wachstumsschwerpunkt war Übersee mit einem Plus von 16 Prozent. „Außerordentlich positiv wurde die bereits 2005 eingeführte Kaffeemaschine Presto von den Kunden angenommen“, berichtete Klapproth. Zusammen mit den Kaffeemaschinen Bistro und Bistro Easy ist der Vollautomat für die gute Entwicklung im Bereich Kaffeemaschinen wesentlich verantwortlich. „Ein Verkaufsvolumen von mehr als 6000 Presto-Maschinen seit Markteinführung belegt den Erfolg“, sagte Klapproth.
„Unser Hotelgeschäft war im Berichtsjahr weiterhin starkem Wettbewerbs- und Kostendruck ausgesetzt“, berichtete der WMF-Vorstandsvorsitzende. Vor diesem Hintergrund ist das württembergische Traditionsunternehmen aktiv geworden: Die Marken WMF Hotel und Hepp (Besteck, Serviergeräte, Artikel für Tisch- und Tafelkultur) sind künftig unter dem Dach der neuen Gesellschaft Proheq vereint, im Vertrieb sollen beide Marken aber eigenständig bleiben.
Den Blick auf die Zukunft gerichtet signalisierte Klapproth Optimismus. Ungeachtet der immer noch verhaltenen Konjunkturprognosen geht WMF für das Geschäftsjahr 2006 von einer Fortsetzung der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung aus. „Im Objektgeschäft rechnen wir für das Jahr 2006 mit weiterem Wachstum, das wiederum durch das Kaffeemaschinengeschäft bestimmt wird“, prognostizierte Klapproth. Wie sehr die Hoffnungen des Unternehmens auf diesem Produktsegment ruhen, zeigt eine strategische Maßnahme vom Jahresanfang 2006: Damals hatte WMF seine Beteiligung am Schweizer Kaffeemaschinenhersteller Schaerer von 34 Prozent auf 100 Prozent aufgestockt.
Als Gesamtkonzern konnte WMF den Umsatz um 3 Prozent auf 577,7 Mio. Euro steigern. Ein Ergebnis, das dem Wachstum im Ausland zuzuschreiben ist. Dort legte WMF um 7 Prozent auf 234 Mio. Euro zu. Im Inland dagegen stagnierte der Umsatz auf Vorjahresniveau.
