Touristik
Wo der Gast in der Kreide steht
Traditionsgaststätte in der Urlaubsregion Bregenzerwald
BEZAU In der Bezauer „Taube“ kann der Gast noch etwas ganz Ursprüngliches erleben. Wirtin Annakatrin Denz hält nämlich an einer Tradition fest, die woanders längst in Vergessenheit geraten ist: Den Gästen wird die Zeche auf einer echten Schiefertafel „angekreidet“. Zu finden ist diese einzigartige gastronomische Kuriosität auf der ersten Etage eines 400 Jahre alten Hauses am östlichen Ortsausgang von Bezau an der Straße nach Schönenbach.
Der an Deutschlands größte Urlaubsregion Allgäu angrenzende Bregenzerwald ist für seine Gastlichkeit bekannt und deshalb auch ein beliebtes Ausflugsziel. Hier laden alteingesessene Wirtschaften mit ihren noch aus der Postkutschenzeit stammenden Gasträumen zur behaglichen Einkehr ein.
Dazu gehört auch die „Taube“ in Bezau, das durch sein herrliches Wandergebiet Schönebach und durch die Wälder fahrende Museumsbahn viele Gäste anzieht. Das Haus und die Wirtschaft „Taube“ gehören heute den Geschwistern Alois Ratz und Annakatrin, die durch Heirat den Nachnamen Denz trägt. Mit ihrem historischen Ambiente, geprägt von mächtigen noch von Hand behauenen Vierkantbalken, und dem gemütlichen „Stüble“ ist die „Taube“ immer eine typische Wälder Dorfwirtschaft geblieben, in der sich – neben Urlaubern und auswärtigen Gästen – nach getaner Arbeit auch die Einheimischen treffen.
Am Tisch im Herrgottswinkel oder vor dem gemütlichen Kachelofen kann man auch noch bodenständige Speisen wie die Bregenzerwälder „Ofenkatz“ genießen. Dieses aus Mehl, Kartoffeln, Eiern, Milch, Rosinen und Trockenobst bestehende Gericht schmeckt am besten, wenn es im Rohr des von außen befeuerten alten Kachelofens goldbraun gebacken wurde.
