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Intergastra

Schauplatten in der AHGZ: Von Anfang an hatte die Kochkunstschau ein hohes Niveau Bild: Archiv

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„Ein Schaufenster des Gewerbes“

Vom „Gastlichen Süden“ zur 25. Intergastra: Im Jahr 1958 war die Ausstellung auch eine Leistungsschau für die Bürger

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/5 vom 30. Januar 2010
von

Stuttgart. Dass sich die zu einer der führenden Fachmessen für das Gastgewerbe in Deutschland entwickeln würde, war zu Beginn der Messe-Geschichte im Jahr 1958 keineswegs klar. So hatte der ursprüngliche Name der Messe, die 13 Jahre nach Kriegsende auf dem Stuttgarter Killesberg erstmals stattfand, ein eher regionales Gschmäckle: „Gastlicher Süden“ hieß die Schau, die volle zehn Tage dauerte und in dieser Zeit 120.000 Besucher anlockte.

„Es war am Anfang keine reine Fachmesse – eher ein Schaufenster des Gewerbes, das sich auch an die Allgemeinheit richtete“, erinnert sich der Stuttgarter Hotelier und Intergastra-Arbeitskreis-Vorsitzende Erich Franck, der die Messe von Anfang an mitgestaltet hat. „Man hat damals in den Geschäften der Innenstadt plakatiert, um bei den Stuttgartern für die Messe zu werben. Bürger – vor allem Hausfrauen – seien auf den Killesberg geströmt.

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Vieles von dem, was bis heute den Charakter der Intergastra prägt, war freilich damals schon vorhanden: So sorgten außer dem Hotel- und Gaststättenverband unter Präsident Willy Pauly renommierte Fachvereinigungen wie die Barkeeper Union und die Meistervereinigung Gastronom von Beginn an für hohes fachliches Niveau.

Auch der Verband der Serviermeister und Restaurantfachkräfte, der Kochverein Stuttgart und die Konditoreninnung prägten schon in frühen Jahren das Messeprogramm. Otto Schütz, Gründer der Meistervereinigung, war 1958 Leiter der ersten Kochkunstschau. Ihr wurde von der führenden Branchenzeitung AHGZ „internationales Format“ bescheinigt. Auch die Aussteller waren laut Bericht der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung „ungemein befriedigt“ von der Messe-Premiere in Stuttgart. „Gute Abschlüsse und aussichtsreiche Geschäftsanbahnungen“ habe es auf dem Killesberg gegeben.

Damit war der Keim zu einer erfolgreichen Entwicklung gelegt: Die „Internationale Fachschau Gastlicher Süden“ profilierte sich in den folgenden Jahren immer mehr als Fachmesse – der Charakter der Publikumsmesse trat dagegen zurück. 1967 erfolgte konsequenterweise die Umbenennung in „Intergastra“ – die Fokussierung auf die eigentliche Zielgruppe – Hoteliers, Gastronomen und Konditoren – war bereits deutlich ausgeprägt. Die Messe wurde insgesamt kürzer, rückte in den Folgejahren vom Herbst in den Februar und bildet so alle zwei Jahre den starken Messeauftakt für die Branche. Zur positiven Entwicklung trugen außerdem die erfolgreichen Sonderschauen bei, bei denen sich Fachleute über neue Techniken und Trends informieren konnten. Entscheidend war aber auch ein anderer Erfolgsfaktor, wie Erich Franck betont: „Dass Kreisverbände des Hotel- und Gaststättenverbandes Busfahrten für Mitglieder nach Stuttgart zur Messe organisiert haben und es so gelungen ist, Fachpublikum aus ganz Baden-Württemberg zum Besuch der Intergastra zu motivieren, hat entscheidend zum

Durchbruch als echte Fachmesse

beigetragen.“

Schon bald herrschte auf dem Killesberg-Messegelände drangvolle Enge – regelmäßig waren die Ausstellungsflächen voll belegt. Der Umzug in die modernen Hallen der Neuen Messe Stuttgart im Jahr 2008 wurde daher von Messe-Machern und -Besuchern als Quantensprung erlebt, der neue Möglichkeiten eröffnet. Die erfolgreiche Entwicklung der Stuttgarter Branchenfachmesse geht also weiter –

vom 6. bis 10. Februar 2010, bei der

25. Intergastra in Stuttgart. do

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