Management

Hospitality-Network: Im Team Hotels retten

BERLIN. Vor dem Hintergrund von Wirtschaftskrise und Finanzierungsproblemen haben sich mehrere Büros von Hotelmanagern, Architekten, Ingenieuren, Projekt- und Asset-Managern, Rechtsanwälten, Sachverständigen sowie Marketingexperten im Hospitality Network zusammengeschlossen. Mit der Übernahme von Krisen-, Turnaround- und Workout-Management will sich das Netzwerk vor allem an Banken und Kapitalgeber richten, an die notleidende Hotels zurückfallen.

„Die Situation wird für die Hotelbranche weiterhin angespannt bleiben. Steigenden Fertigstellungszahlen stehen sinkende Auslastungsquoten durch Geschäfts- und Privatreisende gegenüber", sagt Bernhard Lill vom Netzwerkpartner Lill Rechtsanwälte.
Zu den Gründungsmitgliedern von Hospitality Network gehören Lill Rechtsanwälte, hpb hospitality projects berlin gmbh, Ummen Communications GmbH, die Treureal Consulting GmbH, die Treugast Solutions Group sowie das Sachverständigenbüro Möller (Mühlheim). Auch Dirk Feid, Geschäftsführer und CEO Consulting bei der Treugast Solutions Group, rechnet mit steigender Nachfrage nach diesen Dienstleistungen. "Wie glauben, dass die Krise in der Hotellerie erst 2010 richtig ankommt", meint er.


www.hospitality-network.net

Onlineartikel erschienen am 17.11.2009 auf dem Newsportal der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung
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AHGZ Arena und Intergastra

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Talk mit dem Chefredakteur

»Erster Warnschuss«

Deutschlands Hoteliers sollten es sich eine Warnung sein lassen. Zwar hat Kanzlerin Merkel ein Machtwort gesprochen, doch zeigt der Vorstoß des FDP-Vize Pinkwart, dass der reduzierte Mehwertsteuersatz für Übernachtungen von kurzer Dauer sein könnte. Pinkwart, unterstützt von NRW-Ministerpräsident Rüttgers (CDU), drohte sogar, die Senkung der Mehrwertsteuer über eine Bundesratsinitiative zu revidieren, nahm das dann jedoch einige Tage später wieder zurück. SPD und Die Grünen fordern jedoch nach wie vor in Anträgen die Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung. Sollte darüber abgestimmt werden, könnte es vielleicht nochmal kritisch werden. In dem ganzen Hin und Her geht es nämlich längst nicht mehr um die Nöte der Hotellerie, die ja durch die Steuererleichterung gelindert werden sollten. Es geht um wahltaktische Manöver, um Imagefragen und um koalitionsinterne Ränkespiele. Doch am schwersten wiegt: Die Hotellerie steht zu ihrem Unglück stellvertretend für Klientelpolitik, für Sonderbehandlung auf Kosten aller.Diesem Eindruck muss sie entgegentreten, sonst ist die Steuererleichterung gefährdet. Umgekehrt muss ihr die Politik aber auch die Sicherheit geben, dass morgen nicht wieder alles passé ist. Dann kann die Hotellerie durch Taten zeigen, dass auch Dritte etwas davon haben. DEHOGA-Präsident Ernst Fischer geht den Weg über den Preis: Er hat die Zimmerpreise um 9 Prozent gesenkt. Doch das Gesetz ist kein „Hotelpreisreduzierungsgesetz“, sondern ein Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Wer sein Hotel renoviert, tut etwas für die Region: Er verschafft Dritten, nämlich Handwerkern und Zulieferern, Aufträgen und er macht die Region touristisch attraktiver, er bietet Gästen mehr Leistung. Immer mehr Hoteliers tun dies. Weiter so. Damit aus dem Warnschuss kein Abschuss wird.

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