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Management

Berlin setzt Restaurants auf schwarze Liste

2. März 2009

. Im Berliner Bezirk Pankow werden in Gaststätten und Imbissbuden künftig im Internet angeprangert - und zwar auf einer offiziellen Website der Stadt. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Wer außer Huhn und Fisch auch Ratten in der Küche hat, lande auf einer schwarzen Liste - mit Name, Adresse und einer Beschreibung des kulinarischen Grauens.
 
Damit wolle die Stadt die Verbraucher besser schützen, sagte der zuständige Bezirksstadtrat für Öffentliche Ordnung, Jens Kirchner, gegenüber der Zeitung. Wer bei den amtlichen Kontrollen besonders gut abschneidet, erhält dagegen einen Aufkleber mit einem und der Aufschrift "Alles sauber. Also rein!". Diesen können die Gaststätten am Eingang oder über dem Tresen anbringen.
 
Die Pankower Initiative stößt aber nicht nur auf Begeisterung. Thomas Lengfelder, Chef des Hotel- und Gaststättenverbands in Berlin, plädierte für strengere Kontrollen: "Dass ein Betrieb sauber arbeitet, sollte doch eigentlich die Norm sein." Durch das Smiley-System entstehe eine Zwei-Klassen-Gesellschaft: "Wer keinen Smiley hat, gilt ab sofort als verdächtig." Dabei könne das auch einfach nur daran liegen, dass der Betrieb noch nicht kontrolliert wurde.
 
Der Präsident des DEHOGA Bundesverbands erklärte dazu: "Unabhängig wie man zum Smiley-System und zur Veröffentlichung von Negativlisten im Internet steht, hat Hygiene im Gastgewerbe oberste Priorität." Eine gute betriebliche Hygienepraxis sei in der professionellen Gastronomie unerlässlich und habe einen hohen Stellenwert. "Es gibt nichts zu beschönigen: Die Betriebe, die wiederholt und konsequent gegen die gesetzlich geltenden Hygienevorschriften verstoßen, kann und will der Verband nicht verteidigen. Denn diese schädigen nicht nur sich selbst, sondern das Image der gesamten Branche."
 
Fischer unterstrick, dass Kontrollen im Sinne des Verbraucherschutzes richtig und wichtig seinen. Gleichwohl gebe es eine Vielzahl offener Punkte zur Sinnhaftigkeit des Smiley-Systems wie auch zur Verhältnismäßigkeit der Veröffentlichung bestimmter Mängel im Internet. Angesichts der Tragweite der öffentlich gemachten Kontrollergebnisse im Internet müsse sichergestellt sein, dass betroffene Gastronomen die Möglichkeit bekommen, festgestellte Mängel kurzfristig zu beseitigen und den Anspruch auf eine zeitnahe erneute Kontrolle haben, um so einer Veröffentlichung in der Negativliste entgegenwirken zu können.
 
"Es kann zudem nicht angehen, dass Betriebe, die unverzüglich die Mängel beseitigen, aufgrund fehlenden Kontrollpersonals monatelang auf der Negativliste stehen. Dagegen wehren wir uns", machte Fischer klar.


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Leser-Kommentare zum Artikel (6)

Gierhartz, Krefeld
Gierhartz, Krefeld

03.09.2009 um 08:28

Betreff: Schwarze Liste

Diese schwarze Liste sollte es für ganz Deutschland geben. Die Behörden sollten aber, bevor Sie ein Lokal öffentlich zulassen, sich in der privaten Wohnung des neunen Betreibers umsehen. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die Hygiene und Sauberkeit dort schon fehlt und es in seinem Betrieb (Lokal) nicht anders zugeht. Wer privat keinen Wert auf Hygiene und Sauberkeit legt, wie soll er dann Hygiene und Sauberkeit in seinem Lokal umsetzen? Fazit: Sollten Behörden feststellen, das privat kein Wert auf Sauberkeit und Hygiene gelegt wird, darf diese Person grundsätzlich k e i n Lokal eröffnen. Nur so, und durch ständige Kontrollen, kann der Verbraucher geschützt werden.

peter,Morsbach
peter,Morsbach

08.03.2009 um 21:57

Betreff: Smiley

In NRW gibt es das schon und wir haben ihn auch Super oder Restaurant-Rolandsburg 51597 Morsbach

Jana, Brandenburg
Jana, Brandenburg

06.03.2009 um 11:31

Betreff: Negativ- Liste

Ich finde diese Liste eine sehr gute Idee, denn mit der Gesundheit der Gäste wird viel zu oft gespielt. Die Gäste können ruhig wissen, wie es in den Lokalen wirklich aussieht. Wer dort wirklich schlecht wegkommt, sollte sich dann mal am Riemen reißen und sich um die Hygiene in seinem Lokal kümmern, denn es geht um die Gesundheit seiner Gäste

Kerstin, Berlin
Kerstin, Berlin

04.03.2009 um 11:31

Betreff: Smiley

Wenn ein Restaurant geöffnet ist, gehe ich davon aus, dass die normalen Kontrollen erfolgt sind und alles okay ist. Ansonsten lassen die bestehenden Gesetze ja zu, einen Betrieb zu schließen. Es gibt so viele ordentliche Einrichtungen, die nur keinen Smiley haben, weil sie nicht kontrolliert wurden (und das wenige Personal in allen Bezirksämtern kann das gar nicht schaffen!). Außerdem wird ein Smiley bei erfolgter Kontrolle nicht automatisch vergeben, wie alle annehmen, sondern man muss ihn extra beantragen und hierfür eine Vereinbarung unterschreiben. Werben, außer durch Aushang, z.B. auf seiner Internetseite, darf ein Betrieb aber nicht. Warum nicht? Das Bezirksamt prangert öffentlich an, und ein guter Betrieb darf damit nicht werben - das ist doch komisch!!!

Petra, Berlin
Petra, Berlin

04.03.2009 um 09:25

Betreff: Schwarze Liste

Ich würde mir für ganz Berlin eine schwarze Liste wünschen. Wer sauber arbeitet, braucht sich ja keine Gedanken zu machen. Daher finde ich es top, ein Smiley zu sehen. Man könnte ja vorher in der Liste sehen, wer kontrolliert wurde und wer nicht.

Hofmeister,Berlin
Hofmeister,Berlin

02.03.2009 um 17:33

Betreff: Smiley

Wenn es schon Leute gibt die meinen unsere Stadt wird durch Graffiti immer bunter merken vielleicht noch nicht das unsere Stadt immer dreckiger wird.Ihre Aktion legt genau den richtigen Finger auf die Wunde der schwarzen Schafe,im bunten Dschungel der Gastronomie.Schon sind auch hier die ersten Kritiker am Werk.Gastronomie war mein Leben,aber Hygiene und Ordnung sind nun einmal das normalste der Welt. Sollen doch die Kritiker eine andere Kontrollfunktion vorschlagen.H.H.