Aus- und Weiterbildung
Berufsschule mit besten internationalen Kontakten
Ungarische Gastronomieschüler waren zu Gast in Grafenau
GRAFENAU Als eine von wenigen Berufsschulen in Bayern unterhält die Gastronomieabteilung der Berufsschule Grafenau Partnerschaften mit Schulen in Osteuropa bei der wirklich junge Leute in der Ausbildung und Freizeit zusammengeführt werden.
Zum zweiten Mal waren neun Schülerinnen und ein Schüler des beruflichen Gymnasiums aus Debrecen in Ungarn in Grafenau zu Gast. Sie nahmen am Unterricht teil und absolvierten Praktika in drei Grafenauer Hotels. Grafenauer Lehrlinge besuchten im vergangenen Jahr drei Wochen die Schule in Debrecen.
Seit fünf Jahren bestehen die Partnerschaften der Außenstelle Grafenau der Berufsschule Waldkirchen (Landkreis Freyung-Grafenau) mit den Gastronomieabteilungen des beruflichen Gymnasiums in Debrecen in Ungarn und der beruflichen Mittelschule in Puchov, Slowakei. Ziel dieser Aktionen im Rahmen des EU-Projekt „Leonardo da Vinci“ ist der gegenseitige Schüleraustausch. Noch in diesem Jahr sollen weitere Partnerschaften mit Berufsschulen in Brixen in Südtirol und Krinijica in Polen eingegangen werden. Erste Kontakte seien schon geknüpft, sagt Schulleiter Hans-Jürgen Stobinski. Die ungarischen Gastronomieschüler werden in Debrecen zu Köchen und Restaurantfachleuten ausgebildet und legen gleichzeitig das Abitur ab.
In Grafenau wurden die Gäste aus Debrecen in die Gastronomieklassen der Berufsschule integriert und nahmen auch am praktischen Unterricht teil. Im Vordergrund stand das gegenseitige Kennenlernen landestypischer Spezialitäten, und als spezielles Ziel ging es um das regionaltypische Eindecken und Servieren bei festlichen Anlässen. In einem einwöchigen Praktikum in Grafenauer Betrieben bekamen die jungen Leute Einblicke in die Praxis der deutschen Gastronomie.
Hans-Jürgen Stobinski – Initiator der Aktion – erinnerte an die ersten Kontakte vor fünf Jahren und sagte, im zusammenwachsenden Europa sei es auch in der beruflichen Bildung unverzichtbar, interkulturelle Kompetenz zu vermitteln.
Ziel müsse es sein, diese Partnerschaften weiter auszubauen, denn die jungen Lehrlinge seien die besten Botschafter ihrer Länder und trügen als Mulitplikatoren wesentlich dazu bei, eventuell bestehende Vorurteile abzubauen.