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Meisterlich: So gut sehen Gerichte von Bocuse-d’Or-Teilnehmern aus

Bocuse im Ländle

Deutschland-Finale des Bocuse d’Or in Stuttgart

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/6 vom 4. Februar 2012

Stuttgart. Ein echter Leckerbissen wechselt vom Rhein an den Neckar: Dieses Jahr findet der Bocuse d’Or – Selection Germany im Rahmen der Fachmesse statt und nicht wie in den Vorjahren in Köln. So bringt er die nationale Nachwuchskoch-Elite am 11. Februar nach Stuttgart. Hoteliers und Gastronomen dürfen sich auf ein Kräftemessen absoluter Könner ihres Fachs freuen.

Diesmal haben sich folgende sechs Kandidaten für die Teilnahme an der Deutschland-Ausscheidung im Bocuse d’Or qualifiziert: Florian Bürger (Restaurant Habbel’s in Sprockhövel), Sebastian Frank (Restaurant Horváth, Berlin), Johannes Goll (Restaurant Français, Steigenberger Frankfurter Hof in Frankfurt a. M.), David Kikillus (Kochatelier Fine Dining, Hotel und Spa l’Arrivée in Dortmund), Oliver Röder (Restaurant Bembergs Häuschen, Landlust Burg Flamersheim in Euskirchen) und Sascha Wolter (Restaurant Backnanger Stuben in Backnang).

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Für den Veranstalter ist klar: Der Bocuse d’Or ist für die Kochelite das, was der Oscar für die Filmwelt und der Grammy für die Musikindustrie ist, nämlich die begehrteste Auszeichnung für aufsteigende Sterne am Kochhimmel. Die Trends der internationalen Küche zu repräsentieren und gleichzeitig jungen Talenten eine Plattform zu geben – das sind die Ziele des Bocuse d’Or.

12 Portionen in 5 Stunden

Und wie lautet die Aufgabenstellung? Traditionell müssen die Teilnehmer innerhalb von fünf Stunden zwölf Portionen eines Fischgerichts und in fünf Stunden und 35 Minuten ebenfalls zwölf Portionen eines Fleischgerichts mit zwei Garnituren und einer Sauce zubereiten.

In Stuttgart stehen eine Poularde sowie Seezunge und Garnelen auf dem Speiseplan. Alle Gerichte müssen vollständig vor Ort, also im Atrium der Messe Stuttgart, zubereitet werden. Für die Dekoration sind nur natürliche Elemente erlaubt. Die Jury wird Geschmack, Präsentation, Sauberkeit und fachgerechte Verwendung der Produkte bewerten. Die Zuschauer können den Köchen über große Leinwände über die Schulter schauen.

Wie schwer ist diese Aufgabe? Dazu Patrik Jaros, Organisator und Präsident von Bocuse d’Or Germany: „Die Schwierigkeit liegt wie bei allen Kreationen darin, sich von anderen zu unterscheiden und wirklich etwas Neues zu kreieren. Die diesjährigen Zutaten sind vielseitig zu verarbeiten, daher bieten sie den sechs Kandidaten bestmöglichen Entfaltungsspielraum.“

Bedingungen für die Teilnahme: Die teilnehmenden Köche müssen über mindestens sieben Jahre Berufserfahrung verfügen. Jeder Teilnehmer wird unterstützt von seinem Commis, der jünger als 22 Jahre sein muss. Den Gewinnern winken Trophäen und diverse Sachpreise.

Sprungbrett für die Karriere

Die Teilnehmer stellen sich dem Urteil der mindestens zehnköpfigen Fachjury aus professionellen Hotel- und Restaurantbesitzern sowie Spitzenköchen. Für diese Deutschland-Finale kommen 18 internationale Spitzengastronomen als Juroren nach Stuttgart. So zum Beispiel Dimitri Demjanow, Präsident Bocuse d’Or Estland, Lea Linster aus Luxemburg, Michel Roth, Mario Lohninger, Christian Lohse, Rolf Straubinger und Claus Weitbrecht.

Alle zwei Jahre qualifizieren sich 24 talentierte Köche aus aller Welt für das große Finale in Lyon. Die renommierte Weltmeisterschaft der Köche unter der Federführung von Sternekoch und Schirmherr Paul Bocuse gilt als Sprungbrett für die Karriere in der Haute Cuisine. Die Auswahl in den teilnehmenden Ländern findet im gleichen Rhythmus statt. Im März 2012 präsentieren sich die Gewinner schließlich beim Bocuse d’Or Europe in Brüssel, um beim großen Finale im Januar 2013 auf der Fachmesse Sirha in Lyon dabei sein zu können.

Die Stuttgarter Fachmesse Intergastra ist mit dem Bocuse d’Or Germany um ein weiteres Spitzenereignis reicher. „Für die Intergastra ist die nationale Ausscheidung des Bocuse d’Or ein absolutes Programmhighlight, auf das wir sehr stolz sind“, so Ulrich Kromer, der Geschäftsführer der Landesmesse Stuttgart. Auch Organisator Patrik Jaros ist voller Vorfreude auf Stuttgart: „Jetzt sind wir mittendrin, wenn sich die Gastro-Branche in Stuttgart trifft. Die Intergastra ist eine internationale, sehr anspruchsvolle und interessante Messe mit einem tollen Ambiente und sie bietet deshalb eine perfekte Plattform für unseren Wettbewerb.“ mel/eck

Samstag, Atrium (Eingang Ost)




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