Drei Fragen an
Cornelia Markus-Diedenhofen
1. Welche Hotelbereiche verändern sich hinsichtlich der Gestaltung zurzeit am stärksten? Ein Hotel muss immer eine gewisse Grundstruktur gewährleisten. Als Dienstleistungsbetrieb kann es aber nur erfolgreich sein, wenn es auf Veränderungen reagiert und damit die Bedürfnisse der Gäste erfüllt. Beispiel Lobby: Diente diese früher hauptsächlich unter als zentraler Anlaufpunkt, von dem aus man in die anschließenden Hotelbereiche weitergeleitet wurde, entwickelt sie sich heute mehr zu einem Kommunikationszentrum. Per Smartphone oder Notebook werden hier Mails gecheckt oder schnell noch Treffen mit Geschäftspartnern im Hotel arrangiert. Die Lobby ist auch Rückzugsraum und dient dem Sehen-und-gesehen-werden. Wir Gestalter müssen nun diesen und die angrenzenden Bereiche so strukturieren, dass sie fließend ineinander übergehen und damit den unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden. 2. Ein Schwerpunkt bei Fokus Hotel wird die Energieeffizienz sein. Welche Themen werden behandelt? Es wird Vorträge von Fachingenieuren geben, die sich mit den unterschiedlichen Problemen der Energieeffizienz bei Renovierungen und Neubauten befassen. Der Schwerpunkt liegt in der Beratung zu Themen wie Heizen, Wasser sparen und Licht. 3. Wie sieht das Hotelzimmer von morgen aus? Die Grundbedürfnisse des Gastes werden sich nicht ändern. Eine gute und erholsame Nacht dank hervorragender Matratze ist nach wie vor die beste Voraussetzung dafür, dass der Gast wiederkommt. Aber die Technik wird sich verändern, besonders im Bereich Kommunikation. W-Lan ist schon ein Muss, interaktives 3D-Fernsehen, Sprachsteuerung – wir werden noch spannende Entwicklungen erleben. Alle mit dem Ziel, den Aufenthalt für den Gast noch angenehmer zu machen.

