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Immer wichtiger: Sich gekonnt in Szene setzen Foto: Colourbox

Marketing

Dank Guerilla-Marketing auffallen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/8 vom 19. Februar 2011
von

STUTTGART. Geringer Mitteleinsatz, große Wirkung – Werbeprofis nennen das ist Guerilla-Marketing. Ob Bistro, Café, Hotel oder Restaurant: Werbeaktionen die aus dem Rahmen fallen, helfen Unternehmen, sich von Mitbewerbern nachhaltig abzugrenzen.

Ungewöhnliche Vermarktungsideen sind laut Heike Gauger die beste . Wer sich in den Vordergrund stellen möchte, der sollte der Gastro- und Tourismus-Beraterin zufolge über Guerilla-Marketing nachdenken. „Das ist ein Marketinginstrument, das im Gastgewerbe noch erhebliche Entwicklungspotenziale besitzt“, weiß Gauger. Bislang mache nur ein kleiner Teil der gastgewerblichen Betriebe von dieser Art der Vermarktung Gebrauch. „Ein Steakhouse, das in der Fußgängerzone eine Kuhattrappe aufstellt mit dem Hinweis, dass Fleisch aus regionalem oder biologischem Anbau eingesetzt wird“, so Heike Gauger, „wäre ein Beispiel für eine Guerilla-Aktion.“

Kreativität wird belohnt

Wichtig ist nach Meinung der Inhaberin der Beratungsagentur More – Tourismus-Marketing, mit Sitz in Plochingen bei Stuttgart, dass die Aktionen lokal, also am Standort des Betriebes, entlang einer frequentierten Straße oder Fußgängerzone umgesetzt werden. So können Passanten einen direkten Bezug zum jeweiligen Bistro, Café, Restaurant oder Hotel herstellen.

Wichtig ist laut Heike Gauger, dass dem potenziellen Gast in der Guerilla-Marketing-Aktion der auf ihn passende, echte Nutzen vorgestellt wird. Anders als bei der Massenwerbung, soll der Gast direkt und individuell angesprochen werden. Etwas, das den Wiedererkennungswert erhöhe und Menschen animiere, den beworbenen Betrieb aufzusuchen. Kreativität bei der Vermarktung werde vom Gast auch mit Mundpropaganda belohnt. „Über gute Aktionen sprechen die Leute, sie erzählen es ihren Freunden und Bekannten“, so Gauger.

Werbung ergänzen

Keinesfalls solle Guerilla-Marketing die herkömmliche Massenwerbung ersetzen, sondern sie vielmehr ergänzen. „Broschüren, Flyer oder Werbeplakate dringen mit ihren Werbebotschaften in unserer medialen Lebenswelt immer schwerer zum Konsumenten durch“, sagt Gauger. „Daher wird es immer wichtiger, sich mit ungewöhnlichen Aktionen visuell in Szene zu setzen.“ Denn häufig lande ein aufwendig gestalteter und kostenintensiv hergestellter Flyer ungelesen im Papierkorb.

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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

Moni
Moni

23.02.2011 um 00:57

Betreff: Guerilla Marketing aus aller Welt

Die Aktion "Kuhattrappe in der Fußgängerzone" ist ein sehr "harmloses" Beispiel für Guerilla Marketing. Hier sind spannende Guerilla-Marketing-Aktionen aus aller Welt zu finden: http://blog.rheinformat.com/