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Der kulinarische Intendant

Gastronom und Caterer Gerd Käfer spricht über Erfolg, Genuss und den Glamour der Achziger

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/47 vom 25. November 2006
von  

In der Gastro-Szene gibt es für alles ein Rezept, sogar für Erfolg. Die Fähigkeit zu Dienen habe ihn nach oben gebracht, bekennt Gerd Käfer in seinem Buch „Der Gourmetpapst – Dienen ist mein Leben ... aber bitte mit Sahne“. Der Begründer des Party-Service in Deutschland hat TV-Moderator Erich Lejeune sein Leben erzählt.

Seine Dienste hätten nichts mit Unterwürfigkeit zu tun gehabt, betont der Münchner. Gedient habe er mit Verstand, Kreativität und Liebe. So kam er dem Lebensziel – in seinem Metier der Beste zu sein – Stück für Stück näher. Zuerst arbeitete er im Feinkostladen der Eltern in der Prinzregentenstraße, dann zog er den Partyservice hoch. Mit den Achzigern kamen die glamorösen Partys. „Feste feiern bedeutete schon immer mehr als Scampi auf den Grill legen.“ Der Fachmann ließ sich anderes einfallen: Im Hangar des Berliner Flughafens Tempelhof platzierte er einen riesigen bunten Heißluftballon mit einer Bar im Korb. Darum gruppierte er Tische, auf ihnen Landebahnen aus Kies und Teer. „Meine Techniker hatten entlang dieser Landebahnen kleine gelbe Positionslampen angebracht – die blinkten den ganzen Abend.“

Käfers Erzählungen faszinieren. Sie vermitteln, was den 74-jährigen „Maitre de Plaisir“ unschlagbar macht: die Intensität, mit der er Dinge anpackt und mit wieviel Kreativität er Genuss inszeniert. Elton John, Sophia Loren oder Franz Beckenbauer ließen sich von ihm Partys ausrichten. Nebenbei bieten die Geschichten in Interviewform auch noch Klatsch aus der Schickeria (Seite 6). Karin Gabler

Gerd Käfer

Der Gourmetpapst – Dienen ist mein Leben ... aber bitte mit Sahne

Süddeutscher Verlag

Preis: 19,90 Euro

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