Die Heimat im Glas
Getränkehalle: Hersteller und Händler zeigen Neuheiten mit regionalem Charakter
STUTTGART. Regionalität, Gesundheit, Wellness – diese Trends sind bei den Getränken immer gängiger. Auch Nachhaltigkeit und natürliche Inhaltsstoffe stehen im Fokus. Mit entsprechenden Produkten reagieren die Zulieferer. Neuheiten aus dem Getränkemarkt können Gastronomen und Hoteliers in Halle 8 der Intergastra begutachten und verkosten. Rund 30 Brauereien, 14 Brunnenbetriebe und führende Softdrinkhersteller präsentieren in der Getränkehalle ihr Angebot. 2010 wurden in Deutschland pro Kopf 129,8 Liter Mineral- und Heilwasser getrunken.
Kult ums Wasser
Wasser verspricht gute Umsätze und eine überdurchschnittlich Marge. Im Gastgewerbe ist sein Stellenwert rasant gestiegen. In wenigen Jahrzehnten hat es sich vom Nischen- zum Kultprodukt entwickelt, es löst sich von der alten Rolle als simpler Durstlöscher.
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Zunehmend kommen edle Wässer in hochwertiger Aufmachung auf den Tisch, die auch Gourmets ansprechen. Vor allem die Kombination „Wasser und Wein“ ist interessant, ebenso die fachkundige Empfehlung bestimmter Wassersorten zu bestimmten Speisen. Ein Schwerpunktthema in der Getränkehalle wird deshalb auch die Beratung des Gastes bei der Getränkewahl sein.
Im Ranking der beliebtesten Kaltgetränke konkurrieren Wasser und Bier um die ersten Plätze. Vor allem regionale, individuell gebraute Bierspezialitäten erfreuen sich einer steigenden Nachfrage. Wer seinen Gästen individuelle Geschmackserlebnisse mit eigenständigem Charakter bieten will, kommt auch in diesem Jahr um den „Biergarten der regionalen Vielfalt“ nicht herum.
Elf mittelständische Privatbrauereien präsentieren 22 verschiedene Biere, bieten diese frisch vom Fass zum Verkosten an. Highlights sind sicherlich die DLG-prämierten Spezialitäten und die Preisträger aus den Wettbewerben wie dem World Beer Cup und dem European Beer Star. „Für den Gastronomen, der seinen Gästen eine regionale Vielfalt bieten will, ist der Biergarten eine echte Ideenfundgrube“, so Dieter Klenk von der Geschäftsstelle der Brauer mit Leib und Seele in Schwäbisch Hall und maßgeblicher Ideengeber der Sonderschau. Auch die Getränkespezialisten vom Händlerverbund Gefako sind wieder bei der Intergastra vertreten. Sie präsentieren einen attraktiven Mix aus Traditions- und Trendmarken, kombiniert mit den zahlreichen Dienstleistungsangeboten regional verwurzelter Getränkefachhändler.
Säfte und Schorlen
Das Angebot ist umfangreich und umfasst Säfte von Niehoffs Vaihinger, ausgewählte Innovationen wie Hugo oder die Jungen Schorlen von Burkhardt Fruchtsäfte. Außerdem Softdrinks von Coca-Cola, Bionade in mehreren Sorten, spezielle Biere aus regionalen und überregionalen Brauhäusern. Darunter die Privatbrauerei Dinkelacker, Alpirsbacher Klosterbräu, Fürstenberg und das Hofbräuhaus München. Biermixgetränke, Cocktails, exotische Säfte und Weine aus der Anbauregion Württemberg ergänzen das Angebot. Insgesamt sind mehr als 30 Hersteller und Lieferanten mit ihren Getränkekonzepten vertreten.
Eine weitere Sonderschau bereichert dieses Jahr das Angebot in Halle 8: Futuredrinks präsentiert neuartige Produkte und Konzepte. Dazu gehört der neue Entspannungsdrink Antistress mit Lactium in den Geschmacksvarianten Brennnessel, Lavendel und Zirbe. Oder auch der Münchner Szenedrink Wildfire mit Apfelsaft und Koffein. Auf den Erfolg von Bittergetränken setzt die Wildbadquelle Schwäbisch Hall mit ihrer Kreation Bitter&Sweet. Mit ihrem Functional Drink Rey betritt die Leitner GmbH aus St. Michael in Österreich erstmals die deutsche Getränkebühne. Ebenfalls aus der Alpenregion kommt Alpenstoff, hergestellt von Bürgerbräu Bad Reichenhall. Mit Moloko, hergestellt aus Zitrone, Holunderblüten und Ingwer, präsentiert sich eine neue Limonade dem heimischen Publikum – und die Beutelsbacher Fruchtsaftkellerei stellt ihre neue Biogetränke-Linie Isis Bio Fresh vor. mel/ai



