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Die Sparfüchse sind gefragt

Die großen Einkaufspools befinden sich auf deutlichem Wachstumskurs / Bequemer Online-Einkauf auf dem Vormarsch

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/19 vom 10. Mai 2008
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Wolfgang Schmidt hat Grund zur Freude. Seine HGK Hotel- und Gastronomie-Kauf eG hat nach eigenen Angaben 2008 bereits 148 neue Mitgliedsbetriebe gewonnen. In vergangenen Jahr waren es insgesamt 182. Galoppierende Preissteigerungen zwingen Gastronomen und Hoteliers zum Handeln.

Insgesamt zählt die HKG 2300 Mitgliedsbetriebe, die sich durch die Genossenschaft Wettbewerbsvorteile sichern: Sie profitieren von der professionellen Beratung, günstigeren Einkaufsbedingungen bei 470 Lieferanten, Rahmenvereinbarungen für Kreditkarten, Energie und Leasing. Und weil Zeit Geld ist, erleichtert eine Online-Plattform den Bestellvorgang, um bei den Lieferanten zu HGK-Konditionen zu ordern, wovon über 1700 Mitglieder bereits Gebrauch gemacht haben. Die HGK gilt im Gastro-Business zu den Vorreitern im sogenannten E-Procurement. 70.000 Produkte sind inzwischen gelistet. Darüber hinaus gibt es eine Auktionsplattform im Internet. „Der Lieferant legt einen Startpreis fest, der im Rahmen des Auktionszentraumes ständig sinkt, bis zu einem eventuell definierten Mindestpreis“, erklärt Schmidt. Seit neuestem können sich die Mitglieder beim Markendiscounter Gastrokauf 24 online bedienen, den die HGK zusätzlich betreibt. Auf das wachsende Interesse für Bio-Produkte hat HGK mit einem entsprechenden Lieferantenpool reagiert. Zu den 14 Einkaufsquellen zählen unter anderem Metro, der Service-Bund und Delta Fleisch, die alle ein Bio-Sortiment führen sowie der Bio-Großhandel Rinklin. Hilfestellung gibt die Genossenschaft auch bei der Bio-Zertifizierung. Mitglied werden kann jeder, der zentral jährlich im Wert von 50.000 Euro einkauft.

Warum also nicht profitieren, von der Einkaufskompetenz? Vielen Gastronomen und Hoteliers sei gar nicht bewusst, welche Vorteile ihnen ein Einkaufspool verschaffe, glaubt Progros-Geschäftsführer Jochen Oehler, zu dessen Kunden unter anderem die Best-Western-Hotels, die Althoff-Gruppe und die Lindner Hotels und Resorts zählen. Er könnte endlos Fälle von Kostenoptimierungen nennen. Nur ein Beispiel: Ein privat geführtes Designhotel in Norddeutschland mit 135 Zimmern, das seit Jahren bei einem befreundeten Versicherungsanbieter versichert war, habe durch einen Preis- und Policen-Vergleich mit Progros-Partnern 45 Prozent an Kosten sparen können. Dazu kommt: Jede Bestellung über einen Einkaufpool erhöht die Rückvergütung an den Käufer am Ende des Jahres. Das gilt auch für die Einkäufe über die neue Online-Bestellplattform, die Progros ihren Kunden zur Verfügung stellt.

Auch die österreichische Hogast will den deutschen Hoteliers und Gastronomen beim Sparen helfen. Bislang konzentrierte man sich auf Bayern, aber die Umbenennung in Hogast Deutschland lässt aufhorchen. In der Alpenrepublik profitieren laut Unternehmen 1900 Betriebe von den Vorzügen der Einkaufsgesellschaft. mia

www.h-g-k.de

www.hogast.at

www.progros.de

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