Management & Praxis
Elektrisch trocknen nicht unhygienisch
Aktuelle Studie stellt fest: Keine signifikanten Unterschiede zu Papier- oder Stoffhandtüchern / Gebläse arbeiten mit Filter
FRANKFURT/Main. Elektrische Händetrockner sind keine Bakterienschleudern. Das teilt der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) mit. Dabei stützt sich der ZVEI auf eine unabhängige Studie der Mayo-Klinik in Rochester/USA. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass unter hygienischen Gesichtspunkten alle drei Trocknungsmethoden – mit Papier, Stoff und Gebläse – als gleichwertig zu betrachten sind.
Aktueller Anlass dieser Klarstellung ist eine von der Zellstoffindustrie in Auftrag gegebene Studie, in der elektrische Händetrockner als hygienisch bedenkliches Trocknungssystem dargestellt wurden. Auch das Robert Koch-Institut gebe keine Empfehlung, welche Methode der Händetrocknung im öffentlichen Bereich zu bevorzugen ist. Auch das Umweltbundesamt bestätigt auf seiner Homepage, dass die drei Systeme den hygienischen Anforderungen in der öffentlichen Verwaltung genügen. Zum technischen Hintergrund erläutert der Verband: In der Umgebungsluft sind immer Keime vorhanden. Elektrische Händetrockner wälzen diese Luft nicht nur um, sondern sie filtern zusätzlich durch hoch effiziente Partikelfilter, die Hepa-Filter, einen beträchtlichen Teil der Keime aus der Luft heraus. Oder sie töten die Keime direkt durch Aktiv-Sauerstoff-Generatoren.