Anzeige

AHGZ - Das Fachportal für Hotellerie und Gastronomie

Energiesparen

Kostenblock: Der Aufwand für Heizung
Foto: Günther Richter/Pixelio.de

Energiekosten in den Griff bekommen

Die Hotellerie wird zunehmend grün / Die Umstellung auf erneuerbare Energie wird auch vom Gast honoriert

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/39 vom 24. September 2011

STUTTGART. Energie ist in der Hotellerie ein mächtiger Kostenblock: Etwa 5 bis 6 Prozent vom Umsatz zahlt ein Hotelier in der Regel für die in seinem Haus verbrauchte Energie. Die Heizkosten sind mit rund 30 Prozent der größte Posten, Warmwasser schlägt mit rund 17 Prozent, Kühlung mit zirka 15 Prozent und die Beleuchtung mit 12 Prozent zu Buche.

„Viele Hoteliers betrachten diese als Schicksal“, sagt Bernd Lörz, Vorstand beim unabhängigen Energiedienstleister Innax Energie & Umwelt in Ostfildern bei Stuttgart. Lörz weiter: „Was sie nicht wissen: Auch eine ältere, Energie fressende Bestandsimmobilie lässt sich oft in ein Null-Energie-Bilanz-Gebäude verwandeln – und das auf wirtschaftlich sinnvolle Weise.“ Eine Umstellung der Energieversorgung wirkt sich nicht nur positiv auf die Betriebskosten aus, die Gäste honorieren auch das Umweltengagement.

Der Dreischritt, den Bernd Lörz dazu empfiehlt, lautet: „Energie einsparen, Energieeffizienztechnologien nutzen und den Restbedarf mit erneuerbaren Energien decken.“ Was das im Einzelfall konkret heißt, ermitteln die Innax-Fachleute bei der Analyse der Energieverbräuche der jeweiligen Immobilie. Viele Hoteliers können beispielsweise viel Energie sparen, indem sie auf sogenannte LED-Beleuchtungsmittel umstellen. Eine Effizienzsteigerung bedeutet zum Beispiel, die Abwärme aus der Küche oder dem Wellnessbereich zurückzugewinnen und zu nutzen. „Uns ist es wichtig, dass die Maßnahmen keinerlei Abstriche beim Komfort nötig machen“, sagt Lörz.

Doch erst die Umstellung auf erneuerbare Energien bedeutet den entscheidenden Schritt weg von zunehmend teuren fossilen Brennstoffen und bringt umfangreiche CO{-2}-Einsparungen. „Zum Einsatz kommen – je nach lokalen Gegebenheiten – oberflächennahe Erdwärme, Sonnenenergie und Biomasse,“ erläutert der Fachmann. Lörz: „Welche Lösungen sinnvoll und wirtschaftlich sind, lässt sich dem Energiekonzept entnehmen, das wir für unsere Kunden anfertigen und das mehrere mögliche Varianten nebeneinander stellt.“ Zunächst bedeutet die Umstellung auf erneuerbare Energie eine größere Investition: „Dieses Geld steht aber in vielen Häusern nicht zur Verfügung. Daher bieten wir auf Wunsch auch Contracting an“, berichtet der Innax-Vorstand. „Das bedeutet, dass wir die haustechnischen Anlagen auf eigene Rechnung bauen und betreiben. Die benötigte Energie verkaufen wir dem Auftraggeber zu langfristig festgelegten Preisen.“

Davon profitieren Betreiber von Hotels gleich mehrfach: Sie können auf fixe Energiekosten bauen und haben sich von steigenden Öl- und Gaspreisen unabhängig gemacht. Sie sind von kerngeschäftsfremden Tätigkeiten entlastet, da der Contractor Anlagenbetrieb und -wartung übernimmt. Sie realisieren als „grünes Hotel“ einen Imagegewinn und steigern den Wert der Immobilie. red/uju

Seiten 12-14




Themenalarm Kommentieren Drucken
Auch interessant

Wo Gastgeber sich treffen und versorgen

Die Grenzen des Wachstums sind bei der Internorga offenbar noch nicht erreicht. mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

Wo Gastgeber sich treffen und versorgen (02.03.2012)
Gast sucht Individualität (02.03.2012)
Ideen für die Gastrowelt von morgen (02.03.2012)
Mehr Leistung, weniger Verbrauch (02.03.2012)
Messe-Daten (24.02.2012)
Wie man mit Durst Geschäfte macht (24.02.2012)

Weitere Artikel zu den Themen:

, , , ,

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel