Management und Praxis
Energiesparen wird leichter
Wiesbaden/Stuttgart. Energiekosten sparen und dabei noch die Umwelt schützen, das möchte jeder Gastronom oder Hotelier. Schließlich machen wegen der explodierenden Preise die Energiekosten zwischen 6 und 10 Prozent des Umsatzes eines gastronomischen Betriebs aus.
Allerdings: Ohne Engagement, Disziplin und Investitionen geht es kaum. Das ist eine der Erkenntnisse des Kongresses „Das energieeffiziente Hotel“, der erstmals im Rahmen der zweitägigen Fachmesse Denex in den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen stattfand.
Der interessierte Gastwirt kann mittlerweile nicht nur auf eine Fülle von Möglichkeiten und technischen Lösungen zurückgreifen. Finanzielles Engagement wird auch durch beträchtliche staatliche Fördermittel unterstützt. Der Aufwand lohnt sich. Birger Prüter von der Energiekampagne Gastgewerbe des DEHOGA beziffert das Einsparpotenzial auf „30 bis 50 Prozent, je nach Betriebstyp“.
Licht ausschalten
Tatsache ist: Um Heizkosten, Strom oder Wasser zu sparen, muss nicht unbedingt groß investiert werden. Das weiß Sven Eckardt, Energie- und Umweltberater für Hotellerie und Gastronomie, der die Tagung moderierte. Auch mit vielen kleinen Schritten könne man etwas erreichen. „75 Prozent aller Heizungen sind nicht richtig eingestellt“, nennt Eckardt ein Beispiel. Oder: Nicht belegte oder tagsüber ungenutzte Zimmer müssten nicht voll geheizt werden.
Sinnvoll sei es, das Personal zu schulen und beispielsweise dazu anzuhalten, dass stets das Licht gelöscht wird, wenn jemand einen Raum verlässt. „Umweltschutz ist nicht sexy, aber wenn er Gäste-Emotionen anspricht, kommt er gut an“, brachte es der Hotelier Bertram Späth auf den Punkt. Späth betreibt, wie mehrfach in der AHGZ berichtet, das bereits vielfach ausgezeichnete Öko-Hotel Victoria in Freiburg, dessen Konzept der Hotelier in Wiesbaden vorstellte.


