Verbände
Gastgewerbe macht mobil gegen Rechtsextremismus
BERLIN. Drei Verbände des Gastgewerbes und der Nahrungsmittelbranche ziehen an einem Strang. "Gemeinsam für Toleranz" ist der Titel der gemeinsamen Initiative der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sowie des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) und der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG).
Kaum eine andere Branche ist so international wie das Gastgewerbe. Neben der kulinarischen Vielfalt prägen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Nationen das Bild von Hotellerie und Gastronomie in Deutschland. Das respektvolle und friedliche Miteinander der Kulturen und Religionen ist ein ein wichtiger Bestandteil des betrieblichen Alltages. Mit großer Sorge verfolgen die Initiatoren der Aktion deshalb nicht nur die Demonstrationen und die Gewalttaten rechtsextremer Gruppierungen, sondern auch deren Wahlerfolge. Rechtsextremismus und Fundamentalismus sind keine Randthemen in der Gesellschaft.
Ernst Fischer, Präsident des DEHOGA, erläutert: „Unsere Berufung ist Gastfreundschaft und
verträgt sich nicht mit ausländerfeindlichen Parolen rechter Gruppierungen. Wir haben kein
Problem mit Ausländern, sondern ohne – ob als Gäste, Unternehmer oder Mitarbeiter. Das
Gastgewerbe steht für Weltoffenheit und Toleranz. Deshalb beteiligen wir uns an der Initiative."
Für den NGG-Vorsitzenden Franz-Josef Möllenberg ist die Initiative "das offene und gemeinsame Bekenntnis von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, dass Rechtsextremismus
und Fundamentalismus in den Betrieben des Gastgewerbes keinen Platz haben". Das Gastgewerbe zeichne sich durch kulturelle Vielfalt aus. Diese sei eine Stärke und keine Belastung.
Die Internetseite zur Initiative www.gemeinsam-f ür-tolerenz.de hält für alle Mitglieder
des DEHOGA, der ANG und der NGG Informationsprodukte zur Kampagne und praktische Hilfestellungen für ein tolerantes Miteinander zum kostenlosen Download bereit.
www.gemeinsam-f ür-tolerenz.de