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Wer seine Mitarbeiter gut bezahlt und dazu selbstbestimmt arbeiten lässt, der hat länger Freude an ihnen


Foto: Archiv

Kommentar

Geld allein macht nicht glücklich

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/36 vom 3. September 2011
von  

Mit dem wächst die Fantasie der und Unternehmen, sich als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren. Verstärkt werben sie mit Boni um Talente, wie das Handelsblatt schreibt.

Das Thema Mitarbeiterfindung und Mitarbeiterbindung gewinnt auch in Gastronomie und Hotellerie zunehmend an Bedeutung. Erschwerend kommt hinzu, dass die Branche bei jungen Leuten häufig ein negatives Image hat: unattraktive Arbeitszeiten bei schlechter Bezahlung.

Mitarbeiter für ihre Leistung entsprechend zu entlohnen, gehört bei der Suche nach Talenten und Nachwuchskräften dazu. Allein auf finanzielle Anreize zu setzen, greift aber zu kurz.

Denn auf lange Sicht behindern sie die Kreativität des Einzelnen, weil Mitarbeiter sich anpassen und auf sichere Verhaltensweisen und Strategien setzen. Da scheint es besser, die Selbstbestimmung zu fördern. Warum? Selbstbestimmtes Arbeiten ermöglicht es dem Einzelnen, rasch zu handeln, schneller auf Gästewünsche zu reagieren. Ist der Gast zufrieden, fühlt sich der Mitarbeiter bestätigt: Er hat seinen Job gut gemacht. Dieses Bewusstsein motiviert, es stärkt das Zugehörigkeitsgefühl zum Hotel oder Restaurant, in dem er arbeitet.

Wer auf lange Sicht Personal an sich binden will, setzt auf einen Mix: angemessene Bezahlung und selbstbestimmtes Arbeiten. Dazu eine individuelle Mitarbeiterförderung, die sich an den Stärken, Wünschen und Fähigkeiten des Einzelnen orientiert.

Teamfördernde Aktionen schaffen darüber hinaus den Rahmen für das persönliche Gespräch und die Begegnung über Abteilungsgrenzen hinweg. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass sich der Einzelne als Teil eines Ganzen begreift. Als Teil eines erfolgreichen Unternehmens, für das er mitverantwortlich ist.

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Leser-Kommentare zum Artikel (3)

Salem Youssfi, Bad Nauheim
Salem Youssfi, Bad Nauheim

03.11.2011 um 12:56

Betreff: Fachkräftemangel

ja liebe,das ist ein schöne Satz " Sie sprechen mir aus dem Herz" leider diese Probleme ist ewig,weil es handelt um "right man in the right place" dies Branche leidt unten die falsche auswahl ,mann redet überal über Teamwork,...und viel mehr.aber der Wind weht wo er will, er weht gengen der der Segel.

Manfred Gerhards, Reinbek
Manfred Gerhards, Reinbek

21.09.2011 um 13:38

Betreff: Fachkräftemangel

Ein immer wieder sehr "schönes" Thema. Eine Branche, in der leider immer noch sehr häufig dilettantische Arbeitsorganisationdurch unfähige Vorgesetzte,schlechte Mitarbeiterführung,ungenügende Motivation und unangemessene Bezahlung als "Gesamtpaket" angeboten werden, darf sich nicht über Fachkräftemangel wundern - und schon gar nicht beschweren. Mein Sohn hat gerade seine Prüfung als Hotelbetriebswirt bestanden; eine Tätigkeit in der Hotellerie kommt für ihn nicht in Frage; er hat oben beschriebene Situation während seiner Ausbildung und danach zur Genüge "genossen".. Ich kann ihn gut verstehen!

Frauke  Zawada, Essen
Frauke Zawada, Essen

20.09.2011 um 18:39

Betreff: Fachkräftemangel

Sie sprechen mir aus dem Herzen, leider sieht die Realität immer noch anders aus. Meine schlechteste Erfahrung zu diesem Thema: 3,50? Stundenlohn netto, 16 Stunden täglich arbeiten und nach drei Wochen sagt der Chef mir, das er mit meiner Arbeit nicht zufrieden ist, ich müßte mich mehr anstrengen. Nein, das ist kein Scherz, aber der Grund, warum es in der Gastronomie einen Koch mit 8 (!) Fortbildungen, darunter der "Küchenmeister", weniger gibt. Derartige Chefs sind Schuld an dem Problem und sollten nicht noch belohnt werden, indem sie Köche aus dem Ausland holen, die sie dann mit noch weniger Knete nach Hause schicken!