Kulinarium
Höhenflug mit Rochen
Der Jungkoch Tohru Nakamura gewinnt Wettbewerb mit gebratenem Rochenflügel
FRANKFURT/M. „Wir waren überwältigt vom Gesamteindruck der Umsetzung des Rezepts. Handwerkliche Leistung, Arbeitsorganisation, Optik des Anrichtens, die geschmackliche Harmonie der Komposition und die Zubereitung des Fisches auf den Punkt – alles war rundum top!“ So fasste Dieter Braatz vom Magazin Der Feinschmecker die Jury-Entscheidung für den Gewinner des diesjährigen Linie-Förderpreises Tohru Nakamura zusammen.
Bei dem Kochwettbewerb um das beste Fischgericht eines ausgelernten Jungkochs (AHGZ vom 29. September) hatte sich Nakamura mit dem Rezept Gebratener Rochenflügel mit Gewürzen, Steinpilzen und Rucola-Dattelsalat gegen mehr als 100 Bewerber durchgesetzt.
Motivation Teamarbeit
Der 24-jährige Demichef de Partie im Hotel Königshof in München hat als Kind schon gern den Kochlöffel geschwungen. Dabei wollte Tohru Nakamura, deutsch-japanischer Herkunft, eigentlich zunächst eine Diplomatenlaufbahn einschlagen. Er absolvierte aber bereits während der Schulzeit mehrere Küchen-Praktika im In- und Ausland. Während seines Grundwehrdienstes fiel dann endgültig die Entscheidung für das Kochen. Die Ausbildung absolvierte er im Hotel Königshof.
Die Faszination Kochen machen für ihn gute Produkte, Kreativität und Teamwork aus: „Täglich geben die unterschiedlichsten Menschen in einem Restaurant ihr Bestes, um das oberste Ziel gemeinsam zu erreichen. Und das ist der glückliche Gast“, so Nakamura. „Diese Art im Team zu arbeiten, nach einem langen Tag auf das Geleistete zurückzublicken, ist einer der Gründe, warum ich mich für die Gastronomie und speziell für das Kochen entschieden habe.“ Wichtiges Kriterium für seine Rezeptidee war der Bezug zur Saison und die Aquavit typischen Aromen aufzugreifen.
Genauso zahlreich und individuell wie die Bewerbungen waren auch die Rezeptideen beim 6. Linie-Wettbewerb. Insgesamt verwendeten die Jungköche für ihre Fisch-Kreationen mehr als 35 unterschiedliche Fisch-und Seafood-Arten, 30 verschiedene Beilagen und rund 90 außergewöhnliche Gewürze und Zutaten. Die drei meist verwendeten Seafood-Arten sind Wolfsbarsch, Lachs und Riesengarnelen. Die meistgewählte Beilage war Kartoffelpüree, gefolgt von Reis beziehungsweise Risotto.
Eine Jury aus Köchen mit Fisch-Kompetenz bewertete die Leistung der Teilnehmer. Den Vorsitz hatte Patrick Bittner aus dem Restaurant Français im Hotel Steigenberger Frankfurter Hof übernommen. red
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