Management & Praxis
Immer mehr Gäste trinken Wasser
Aussteller präsentieren bei der Intergastra Durstlöscher aus regionalen Quellen / Mineralbrunnen entdecken Gourmets als Zielgruppe
Stuttgart. Seit Jahren ist Mineralwasser der Deutschen liebstes alkoholfreies Getränk. Dennoch tut sich Neues: Die Vielfalt aus 500 Mineralwässern und 60 Heilwässern zeigt sich zunehmend auch auf den Getränkekarten in Gastronomie und Hotellerie. Gehobene Restaurants haben bereits eigene Wasserkarten, mit gängigen und zum Teil exklusiven Prestige-Wässern für weit mehr als 100 Euro. Bei der Intergastra eröffnet sich den Fachbesuchern an den verschiedenen Ständen der Mineralbrunnen und in der Sonderschau der Gefako die ganze Welt des spritzigen oder stillen Durststillers.
Große Unterschiede
Die Wasservielfalt in Deutschland ist weltweit einzigartig. Jedes Wasser verfügt über seinen ganz individuellen Geschmack und spezifischen Mineralstoff-Mix. Verantwortlich dafür sind die regionalen Unterschiede der Böden, die dem Mineralwasser seine Inhalte und damit auch seinen Geschmack verleihen.
Die Besucher der Intergastra können sich über die Vielfalt überregionaler und regionaler Marken wie Hassia Quelle, Oberselters, Überkingen-Teinach, Peterstaler, Romina, Teusser und Fürstenquelle Bad Imnau informieren. Ebenfalls am Start: Gerolsteiner, nach Angaben den Marktforschungsinstituts AC Nielsen, in Deutschland Marktführer unter den hochwertigen Mineralwassermarken. Dank besonderer geologischer Gegebenheiten am Quellort in der Vulkaneifel gehört es zu den höchstmineralisierten Mineralwässern in Deutschland mit zugleich ausgewogenem Geschmack. Der Verband Deutscher Mineralbrunnen gibt für das Jahr 2008 einen Absatz an Mineral- und Heilwässern von 9,66 Mrd. Litern an. Eine riesige Menge. Dabei ist der Anteil ohne Kohlensäure nach Angaben des Verbands um fast 10 Prozent gestiegen. Auch die Wässer mit Aroma sind immer gefragter. Regionalität ist der große Trend bei Speisen und Getränken. Baden-Württemberg ist das einzige Bundesland, das Regionalität landesweit durch seine Kooperationen der „Schmeck den Süden“-Gastronomen und „Haus der Baden-Württemberger Weine“ vermarktet. Daher ist im süddeutschen Raum die Affinität zu regionalen Wassermarken sehr groß. Marketingleiter Klaus Bähr von Peterstaler ist zwar froh, dass mit „Black Forest still“ der Sprung auf den deutschen Markt gelungen sei – die Marke kam sogar in der Kategorie „Beste Neue Marke“ ins Finale des Marken-Awards und verzeichnet starkes Wachstum – er sehe aber mit der klassischen Gourmetlinie von Peterstaler den Hauptmarkt im Badischen. Vor allem der Schulterschluss mit der badischen und Pfälzer Weinwirtschaft biete gute regionale Zukunftsperspektiven.
Die auch in Süddeutschland bekannte Marke Krumbach von der Überkingen-Teinach Mineralbrunnen AG, setzt mit ihrer frisch aufgelegten Gourmet-Linie ebenfalls ein deutliches regionales Zeichen: Die neue Flasche passt durch ihr optisch ansprechendes Erscheinungsbild perfekt zu ländlichen Speisen und zur Land- und Ausflugsgastronomie.
Zu Wein und zum Essen
Spitzenrestaurants führen inzwischen neben einer Weinkarte auch immer öfter eine Mineralwasserkarte. Für einen Weinsommelier eine interessante Bereicherung. Eine Wasserkarte sollte etwa 16 bis 20 Sorten aufweisen, für jeden Geschmack etwas. Bei der Intergastra wird sich unter anderem auch die Gefako mit diesem speziellen Thema beschäftigen und Hilfen für die Gastronomen anbieten. red


